St. Barbara in Breinig: Ean Gidman gibt viel beachtetes Konzert

Von: mlo
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Saxofonist und Flötist Ean Gidman spielt, zusammen mit Trompeter Daniel Falk, „Music was my first Love“ von John Miles. Die Zuhörer sind begeistert. Foto: M.L. Otten

Stolberg-Breinig. Um 18 Uhr ist die Kirche St. Barbara in Breinig schon gut zur Hälfte gefüllt und der Altarraum leuchtet ganz in Blau. Dreißig Minuten später nehmen weitere Gäste in den Seitengängen oder auf der Orgelbühne Platz. Der Zuspruch ist einfach überwältigend, so Hausherr, Pfarrer Ulrich Lühring. Es freut ihn, dass sowohl bekannte als auch unbekannte Gesichter den Weg nach Breinig gefunden haben, um dem Neujahrskonzert mit dem Saxofonisten und Flötisten Ean Gidman und seiner Lichtmusik zu lauschen.

Auch im sechsten Jahr kann er die Menschen hier noch begeistern. Es ist für alle eine Premiere in mehrfacher Hinsicht: Zum einen bringt Gidman ein völlig neues Programm zu Gehör und zum anderen ist er mit neuer Technik da. Notenpult war gestern, heute übernehmen dies Tablets und IPads. Dies hat zur Folge, dass er alles alleine in seinem Auto transportieren kann.

Punktgenaue Laser

Zum Aufbau hat er gerade mal eine Stunde gebraucht. Alles ist minuziös vorbereitet, so dass die Computereinspielungen und funkgesteuerten Laser punktgenau funktionieren. Per Pedal verdunkelt sich das Kirchenschiff und der sympathische Künstler startet seine „Music of the Light 2016“ mit Drink Me Up Hearties von Hans Zimmer aus dem Film „Fluch der Karibik 3“ und dem Love Theme aus „Cinema Paradiso“ von Ennio Morricone.

Kleine Geschichten

Entspannt sitzt das Publikum in den Bänken und genießt die freudigen und sinnlichen Klänge. Zwischen den Stücken erzählt der Vollblutmusiker kleine Geschichten. Seiner Meinung nach handeln die meisten Musikstücke von Liebe, dann von Zügen und an letzter Stelle stehen die Getränke.

Sein Idol in den 1980er Jahren war Saxofonist Grover Washington Jr., dessen „Winelight“ er in Breinig zu Gehör bringt. Es ist Schmusemusik von einem Schmusekünstler, für das er viel Applaus erhält. Bekannte Titel aus der ersten Generation Musicals von Andrew Lloyd Webber und Leonard Bernstein schließen sich an und laden zum Träumen ein.

Nach einer kleinen Pause geht es mit einem klassischen Werk aus dem 19./20. Jahrhundert weiter. Der „Boléro“ vom französischen Komponisten Maurice Ravel ist ein kleines Meisterwerk, das Gidmann für Querflöte, Tenor- und Altsaxofon bearbeitet hat und meisterhaft interpretiert.

Smooth Jazz gibt es mit einem weiteren Lieblingslied Ean Gidmans, den „Windmills of your Mind“ von Michael Legrand. Bei der Trilogie von Liebesliedern von George Benson („Nothing’s Gonna Change My Love For You“), Michael Kunze & Sylvester Levay („Ich gehör nur mir“) und Van Morrison („Have I Told You Lately) braucht man die Musik einfach nur zu genießen.

Höchster Respekt

Eher unbekannt ist Richard Cocciante. In seinem „Les Temps des Cathédrales“ aus dem französisch-kanadischen Musical „Notre Dame de Paris“ verdienen die Erbauer den höchsten Respekt, da heutzutage solch gewaltige Gotteshäuser trotz bautechnischer Hilfsmittel nicht mehr möglich sind. Gloria Estefan hat ihre musikalischen Wurzeln sowohl in der englischsprachigen Popmusik als auch in lateinamerikanischen Rhythmen. In „Oye Mi Canto“ geht sozusagen die Post ab, und jeder möchte dazu tanzen.

Der Abend endet mit einem Klassiker, der Ballade „Music was my first Love“ von John Miles. Diesen Evergreen spielt Gidman nicht alleine. Sein Freund Daniel Falk vom Luftwaffenmusikkorps Erfurt sitzt mit seiner Familie unter den Zuhörern und hat ganz zufällig seine Trompete im Kofferraum seines Autos. Da hat Gidman nicht lange gefackelt und ihn gebeten, bei diesem Stück mitzumischen, was er gerne macht. Und so endet die zweistündige Darbietung mit einem weiteren musikalischen Leckerbissen. Alle erheben sich von den Plätzen und bedanken sich für den zauberhaften Abend. Gemeinsam singen Publikum und Ean Gidman das traditionelle Lied „Kumbaya“ aus Afrika.

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