SSV-Handballerinnen können den Sprung in die Verbandsliga schaffen

Von: Michael Grobusch
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Möglichst oft hinter die Linie des Königsdorfer Tors muss der Ball am Sonntag, wenn die Handballerinnen des Stolberger SV ab 11 Uhr um den Aufstieg in die Verbandsliga spielen.

Stolberg. Die Perspektiven sind überaus verlockend: Zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren können die Handballerinnen des Stolberger SV einen Aufstieg schaffen. Voraussetzung ist, dass das junge Team am Sonntag in der Halle des Goethe-Gymnasiums wenigstens einen Punkt gegen den TuS Königsdorf II einfährt.

„Was diese Mannschaft leistet, ist wirklich unglaublich”, stellt der Vorsitzende Ralf Radmacher vor dem entscheidenden Duell euphorisch fest.

Gerade mal 21 Jahre beträgt das Durchschnittsalter in Reihen der Stolbergerinnen - wobei Keeperin Jutta Müller mit 48 Jahren nicht nur wegen ihrer konstanten Leistung zwischen den Pfosten aus dem Team herausragt.

In erster Linie aber macht der Zusammenhalt, der auch außerhalb des Spielfeldes festzustellen ist, die Stärke der Mannschaft aus. Trotz des studienbedingt verspäteten Einstiegs einiger Spielerinnen konnte sich der SSV deshalb auch auf den zweiten Platz der Tabelle vorarbeiten. Im zweiten Jahr der Landesliga-Zugehörigkeit bietet sich damit nun die Gelegenheit, in die Verbandsliga einzuziehen.

Während der Poppelsdorfer HV vor dem finalen Spieltag - trotz seiner beiden Niederlagen gegen Stolberg - mit 34:8 Punkten uneinholbar vorne liegt und die Meisterschaft bereits besiegelt hat, müssen sich die Kupferstädterinnen im tabellarischen Duell mit Schwarz-Rot Aachen II behaupten, das derzeit als Drittplatzierter mit 24:18 Punkten zwei Zähler Rückstand aufweist. Nur einen Punkt und zwei weitere Plätze dahinter rangiert der Gegner TuS Königsdorf II, der ebenfalls noch einen Punkt benötigt - um dem Abstieg sicher zu entgehen. „Diese Liga ist enorm ausgeglichen, deshalb geht es im Mittelfeld so eng zu”, weiß Radmacher.

Klare Verhältnisse wollen die Gastgeberinnen allerdings ab 11 Uhr im Goethe-Gymnasium schaffen. Das von Frank Laudien trainierte Team ist nach Aussage des Vorsitzenden fest gewillt, sich die Chance zum weiteren Durchmarsch nicht nehmen zu lassen.

Noch vor vier Jahren war sie in der untersten Klasse, der Kreisklasse, auf Torejagd gegangen, mittlerweile scheut man sich im Umkreis des Vereins nicht mehr, selbst das Wort „Oberliga” in den Mund zu nehmen.

„Da würden viele attraktive Lokalduelle auf uns warten”, schwärmt Ralf Radmacher, ohne allerdings die erfolgreiche Mannschaft unter Druck setzen zu wollen.

Zunächst einmal soll der Aufstieg in die Verbandsliga besiegelt werden, und bei diesem Unterfangen setzen Mannschaft und Coach auch auf die lautstarke Unterstützung der Fans. Die hatten die Stolbergerinnen zuletzt schon beim schweren Auswärtsspiel in Bardenberg beflügelt und dazu beigetragen, dass der VfL mit 25:29 seine erste Heimniederlage in der Saison 2008/09 einstecken und sich aus dem Rennen um Platz 2 verabschieden musste.
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