Sprachförderung als wichtiger Bestandteil der Berufsvorbereitung

Von: Dirk Müller
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Wie wichtig auch die Sprachförderung für die Vorbereitung auf den Beruf ist, haben diese Achtklässler der Kogelshäuserschule jetzt erfahren. Foto: D. Müller

Stolberg-Velau. 15 Schüler haben sich für das neue Wahlpflichtfach an der Ganztagshauptschule Kogelshäuserstraße entschieden. Der „Sprachförderkurs zur Berufsvorbereitung” richtet sich vornehmlich an Schüler mit Migrationshintergrund.

Die Eltern der Achtklässler, die an dem Kurs teilnehmen, stammen aus Polen, Serbien und der Türkei. Zustande gekommen ist die Verbindung von Sprachförderung und Berufsvorbereitung durch die Kooperation von Schulleitung, der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ) und der Landesstiftung „Partner für Schule NRW”.

„Das Wahlpflichtfach besteht aus zwei sich ergänzenden Modulen. Neben einer wöchentlichen Doppelschulstunde sind zwei gemeinsame Fahrten als Pflichtveranstaltungen inbegriffen”, erklärt Jochen Ostländer. Er ist Sozialpädagoge und Diplom-Sozialarbeiter der CAJ und leitet den Kurs. Die erste dreitägige Fahrt der Gruppe ging Ende September auf den Jugendbildungshof „Auenland” in Mulartshütte, die zweite nach Herzogenrath in das Nell-Breuning-Haus.

„Beide Fahrten waren super, aber auf der ersten war das Essen besser”, kommentiert Senada Salenovec die Exkursionen. Während die 15 und 16 Jahre alten Schüler auf der zweiten Fahrt „Vollpension” genossen, mussten sie sich in Mulartshütte selbst verpflegen. Da der Koch jedoch ausgefallen war, übernahm Schulsozialarbeiter Markus Stork kurzerhand die Verantwortung für die Ernährung. „Am Besten war der Döner, den wir selbst füllen konnten wie wir wollten”, berichtet Kemal Demir, und Stork, der Mann für alle Fälle, lächelt zufrieden.

Die Fahrten ermöglichten ein konzentriertes Arbeiten in der Gruppe in größerem zeitlichen Rahmen und zeigten, dass Lernen und Arbeiten auch außerhalb der Schule durchaus machbar sei, erläutert Ostländer. Er bereitet die Schüler sprachfördernd in vielfältiger Art und Weise auf das Berufsleben vor.

Am Anfang steht eine ausführliche Recherche über verschiedene Berufsbilder und Anforderungen, die zu erfüllen sind, um sich für die gewünschte Tätigkeit zu bewerben. In Rollenspielen trainieren die Schüler die Situation des Vorstellungsgesprächs, zudem werden Zeit- und Ablaufpläne gemeinsam erstellt.

„Wir haben durch die Übung gelernt, wie wir uns gut präsentieren können, und Spaß gemacht hat es auch”, kommentiert Rumeysa Ceran in hervorragendem Deutsch. Ihr kann man den Erfolg des Sprachförderkurs ebenso anhören wie Aydin Kececi, dessen Lieblingsübung allerdings eine andere war: „Ich fand das Anfertigen der Bewerbungsmappe am Besten, besonders dass wir gelernt haben, wie man richtig einen Lebenslauf schreibt.”
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