Sportplatz Zweifall kein Bauland

Von: -jül-
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Bestenfalls eine schwarze Null: Nicht der Zweifaller Sportplatz, sondern nur das Gelände des Vereinsheims möchte die Verwaltung als Baufläche vermarkten, um einen Neubau in Vicht zu finanzieren. Foto: J. Lange

Stolberg. Seine Vorstellungen, den bisherigen Zweifaller Aschenplatz am Brändchen als Bauland zur Gegenfinanzierung eines neuen Sportgeländes am Dörenberg zu vermarkten, muss der VfL 08 Vichttal wohl zu den Akten legen.

Unmissverständlich zerstörte Andreas Pickhardt im Ausschuss für Stadtentwicklung diese Hoffnung: „Der Sportplatz lässt sich nicht gewinnbringend als Bauland vermarkten”, sagte der für Planung zuständige Fachbereichsleiter. „Da käme bestenfalls eine schwarze Null bei heraus.”

Interne Prognose

Das ist das Ergebnis einer internen Prognoserechnung der Verwaltung. Dabei bereiten ihr eine mögliche Kontamination des Sportplatzbodens und eingeschränkte Vermarktungschancen ob des Mobilfunkmastes geringere Sorgen als die Erschließung: „Würde der Sportplatz Baugebiet, dann müsste die Straße „Am Brändchen” ausgebaut und Kanal gelegt werden”, so Pickhardt.

Die Erschließung der 12.600 Quadratmetern Sportfläche sei in dieser Zweifaller Lage so teuer, dass die Kosten aus den Erlösen des Grundstücksverkauf kaum refinanzierbar wären.

Was bleibt, ist die 2500 Quadratmeter große Fläche des Vereinsheims nebst den Parkplätzen, die sich gewinnbringend in Bauland umwandeln ließe. Für diesen Bereich hat der Ausschuss für Stadtentwicklung auch einstimmig die Aufstellung einer so genannten Klarstellungssatzung beschlossen. Sie gilt als planungsrechtlicher Vorläufer einer Bauleitentwicklung und regelt, dass das Areal als bebaubarer Innenbereich Zweifalls zu gelten hat.

Zunächst nicht in den Geltungsbereich aufgenommen sind die Freiflächen zwischen Vereinsheim und bestehenden Häusern am Brändchen, „weil die Topographie dort eine Bebauung nur unter großen Schwierigkeiten erlauben würde”, erklärte Pickhardt. Allerdings folgte der Ausschuss einer Anregung der FDP, nach der auch solche Grundstücke in die Klarstellungssatzung aufgenommen werden sollen, wo die Eigentümer dies wünschen.

Interessenten sollen sich im Rahmen der offiziellen Bürgerbeteiligung melden können, die terminiert wird, sobald der Stadtrat am 21.April den Aufstellungsbeschluss für die Klarstellungssatzung gefasst hat.

Bolz- oder Spielplatz

Und was geschieht in Zukunft mit dem Sportplatz am Brändchen? „Dafür lässt sich noch eine sinnvolle Nutzung finden”, meint Pickhardt: als Bolzplatz, als Spielplatz oder für ökologische Ausgleichsmaßnahmen.
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