Sportpark Breinig soll am Dienstag die nächste Hürde nehmen

Von: kol
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Auf dieser staubigen Asche will keiner mehr kicken: Geht es nach der Verwaltung und dem SV Breinig, wird der alte Platz verkauft. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Gerne hätte der SV Breinig in diesem Jahr seines 100-jährigen Bestehens die Fertigstellung und Eröffnung seines Sportparks gefeiert, doch damit muss sich der Verein noch ein bisschen gedulden.

Dennoch ist der Vorsitzende Dieter Jollet absolut positiv gestimmt und sieht hoffnungfroh in die Zukunft. Am Dienstagabend schon könnte das Projekt einen großen Schritt nach vorne machen. Denn der Hauptausschuss berät den Sachstandsbericht der Verwaltung und soll diese beauftragen, das Sportzentrum-Projekt in der geplanten Weise umzusetzen.

Demnach sollen die beiden Aschenplätze auf der zur Corneliastraße hin gelegenen Seite der Schützheide, die zu einem Großteil der Stadt gehören, verkauft und zu Wohnbauland entwickelt werden. Aus Kostengründen und zur Risikominimierung will die Stadt dies nicht selbst tun, die Bereitschaft dazu kommt von der S-Immo, der Immobilientochter der Sparkasse Aachen, die bereits mit einigen Planungen in Vorleistung getreten ist.

Sie soll der Stadt das Grundstück abkaufen. Mit dem Erlös will diese das Grundstück neben dem jetzigen Rasenplatz auf der anderen Straßenseite der Schützheide kaufen, mit dessen Besitzer, einem Landwirt, der SV Breinig bereits einen Optionsvertrag hat. Dort kann dann ein Kunstrasen nebst Vereinsheim und Umkleidekabinen entstehen.

Sollte der Hauptausschuss am Dienstag dem Verwaltungsvorschlag zustimmen, müsste der Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt in einer Sondersitzung am 17. Mai die Offenlage des Bauleitplans beschließen. Am 31. August könnte es dann, so der Wunsch der Verwaltung, einen Satzungsbeschluss geben, „dann könnte man beginnen mit den entsprechenden Vertragswerken”, so Pickhardt.

Wann das gesamte Projekt mit Kunstrasen und Vereinsheim fertig ist, hängt nicht zuletzt davon ab, ob der nächste Winter ähnlich hart wird wie der gerade zu Ende gehende. Andreas Pickhardt jedenfalls äußert die vage Hoffnung, dass im Sommer 2011 alles gebaut sein kann.

Der erste Anstoß auf dem neuen Platz könnte sogar schon deutlich früher erfolgen, sagt Dieter Jollet: „Wir sind mit den Planungen so weit, dass wir umgehend anfangen können, sobald der Satzungsbeschluss vorliegt.”

Hohe Eigenleistungen, auch im Naturschutz

Eigenleistungen im Wert von 500.000 bis 600.000 Euro bringt der SV Breinig selbst auf, um seinen Sportpark zu realisieren. Ein Teil davon wird durch planerische und bauliche Leistungen von Mitgliedern und Sponsoren gedeckt, den Rest finanziert der Verein, der dafür einen Kredit aufnimmt.

Da die Stadt keinerlei Geld hinzuschießt, muss der SV Breinig unter anderem für den naturschutzrechtlichen Ausgleich aufkommen. Dafür wird er, wenn die Verträge unterzeichnet sind, eine nahe gelegene Wiese kaufen und 60 Obstbäume anpflanzen, als Siedlungsraum für Steinkäuze.

Hinzu kommt ein forstwirtschaftlich genutztes Waldstück in Flammersau (Zweifall), das in eine Naturwaldfläche umgewandelt werden soll. Für diese Umwandlung gibt es sogenannte Ökopunkte.

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