Spitzenplatz an der Sonne greifbar nah

Von: -jül-
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Vorreiter: Das DLZ setzt mit e
Vorreiter: Das DLZ setzt mit einer Fassadenanlage schon längst auf Foto: J. Lange

Stolberg. Die Zeit wird knapp, Stadt und Investoren müssen sich sputen bei der Realisierung von Photovoltaikanlagen, denn ab Neujahr gelten die neuen, geringeren Entgelte der Erneuerbare Energie Gesetz (EEG).

Dann sinkt die Einspeisevergütung von 31,94 auf 21,11 Cent/Kilowattstunde. Damit ändern sich am Neujahrstag die Voraussetzungen für die Wirtschaftlichkeit der geplanten Investitionen.

Die summieren sich - nach dem kleinen Motivationsschub durch den Stadtrat - mittlerweile auf 24 weitere Projekte, die drei Investoren auf Dächern städtischer Immobilien umsetzen wollen.

Damit nähme Stolberg neben der Stadt Aachen eine Spitzenstellung ein innerhalb der Städteregion. Vorausgesetzt, die Installationen erfolgen fristgerecht. Mit einer Dringlichkeitsentscheidung hatte die Verwaltung noch während der Sommerferien den Prozess beschleunigen wollen, aber kein Ratsmitglied der Opposition wollte sie gegenzeichnen.

Nun entscheidet am Dienstag der Hauptausschuss über die Verpachtung von 24 Dächern, die durch die Investoren noch auf ihre Tauglichkeit untersucht werden müssen, bevor ein genehmigter Bauantrag die Installation der Anlagen erlaubt. „Die Verwaltung ist dennoch bemüht, mit allen Firmen die Installation der Anlagen umzusetzen”, versichert der Erste Beigeordnete Dr. Wolfgang Zimdars in Erwartung einer positiven Entscheidung der Politik.

Immerhin könnten bei der Installation aller geplanten Anlagen jährlich rund 720 Tonnen CO2-Austausch vermieden und gleichzeitig mehr als 20.000 Euro Pachteinnahmen ins Stadtsäckel gespült werden.

Nachdem die Green GmbH, an der auch die Stadt beteiligt ist, auf der Realschule Walther-Dobbelmann-Straße eine Photovoltaikanlage installiert hat, will sich die EWV-Tochter auch auf insgesamt 2500 m2 Dachfläche von Ritzefeld-Gymnasium und Technischem Betriebsamt engagieren.

Eine Firma aus dem Schwäbischen ist gleich an 18 Objekten mit insgesamt 21.365 m2 Dachfläche interessiert. Darüber hinaus hat ein Stolberger Unternehmer, unabhängig von der Ausschreibung an der Solarbörse, sein Interesse vier Objekten mit Dächern unterhalb einer Größe von 300 m2 bekundet. Mit allen drei Investoren sollen Pachtvereinbarungen auf Basis des Mustervertrages des Städte- und Gemeindebundes geschlossen werden, empfiehlt die Verwaltung für Dienstag dem Hauptausschuss.

Vier interessante Objekte bleiben aber erst einmal außen vor: Die Gutenbergschule (1400 m2) am Sperbergweg steht vor einem Umbau, die Mehrzweckhalle Breinig vor einer Sanierung; Gut Steinbachshochwald (900 m2) möchte die Stadt privatisieren, und dem Dach des Dienstleistungszentrums (1600 m2) fehlt die Tragfähigkeit. Das hatte Geschäftsführerin Birgit Baucke längst prüfen lassen; sie realisierte alternativ mit einem Mieter eine Photovoltaikanlage an der Fassade des DLZ.

Bereits auf dem Weg zur Realisierung die die Anlage auf dem Dach des Kindergartens am Rektor-Soldierer-Weg in Mausbach. Der Ausschuss für Stadtentwicklung erteilte jetzt einstimmig eine erforderliche Befreiung. Darüber hinaus gibt es Interessenten für die Entwicklung eines Solarparks auf vier Hektar im Gewerbegebiet Camp Astrid.
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