Spitze Drähte auf der Höhenstraße: Mädchen verletzt ins Krankenhaus

Von: Ottmar Hansen
Letzte Aktualisierung:
8254528.jpg
Die Drähte ragen gefährlich mehrere Zentimeter aus der Abdeckplatte heraus. Hier hat sich ein Kind bereits so am Fuß verletzt, dass es im Krankenhaus behandelt werden musste. Foto: O. Hansen

Stolberg. Der Spaziergang mit der Mutter auf dem Bürgersteig entlang der Höhenstraße war schmerzhaft für die Tochter und endete im Krankenhaus. An scharfen Drähten, die in Höhe des Kindergartens aus dem Bodenbelag ragten, riss sich die Siebenjährige den Fuß auf. Die schwere Verletzung musste behandelt werden. Die Fußsohle wurde genäht, erst diese Woche konnten die Ärzte die Fäden ziehen.

An der Ecke Höhenstraße/Josefstraße werden derzeit Leitungen in der Erde verlegt. Während der Graben im Asphalt des Bürgersteiges in der Josefstraße auch wieder mit Asphalt geschlossen wurde, setzten die Arbeiter in der Höhenstraße eine Betonplatte ein. Wohl, um sie später problemlos anheben zu können, wenn im Untergrund ein Fehler in der Leitung entsteht, der repariert werden muss. Aus dem Deckel dieser Betonplatte ragen allerdings scharfe Drähte etliche Zentimeter hoch in die Luft. Der Sinn der Verdrahtung erschließt sich nicht auf Anhieb. Vielleicht sollen die Arbeiter die Platten anhand der Drähte besser anheben können.

Wer an dieser Stelle gerade einmal nicht auf den Boden schaut, läuft jedenfalls Gefahr, sich an den Drähten schwer zu verletzen. Warnbaken, die das kurze Stück Gehweg eigentlich absperren sollten, stehen ungenutzt an den Zaun des Kindergartens angelehnt.

„Mein Kind ist in den Draht getreten und umgeknickt“, schildert die Mutter, die ihren Namen nicht nennen möchte, die Situation. „Der Draht hat sich durch die Schuhsohle und dann in den Fuß gebohrt. Die Sandale war voller Blut.“ Da blieb nur der Weg ins Krankenhaus.

Die Mutter alarmierte später das zuständige Amt im Rathaus. „Passiert ist allerdings nichts. Man verwies lediglich darauf, dass die Baufirma gerade Ferien mache“, so die Leserin. Darauf schaltete die Frau ihren Anwalt ein. Sie will womöglich die Stadtverwaltung und die zuständige Baufirma auf Schadensersatz und Schmerzensgeld verklagen.

Wie Fachbereichsleiter Bernd Kistermann am Donnerstag auf Anfrage der Redaktion mitteilte, verlegt der Versorger NetAachen derzeit im Bereich Höhenstraße Leerrohre, durch die später Kabel für Telefon oder TV gezogen werden können. Die Baustelle werde natürlich abgesichert, so Kistermann.

Leserkommentare

Leserkommentare (7)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert