Spiritualität und Kunst verschmelzen

Von: dö
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Kunst im sakralen Raum: Pater
Kunst im sakralen Raum: Pater Laurentius U. Englisch (2.v.l.) erläutert Ferdi Gatzweiler die Bedeutung seines Bildes „Santiago - Europa”, das eines von 80 gezeigten Objekten im Zweifaller Kloster darstellt. Foto: T. Dörflinger

Stolberg-Zweifall. Der Künstler Pater Laurentius U. Englisch, der im Franziskanerkloster Vossenack lebt und arbeitet, hat den Wald auf dem Zweifaller „Klosterberg” in eine Ausstellung einbezogen, die noch bis Anfang Februar im Kloster Maria Regina zu sehen ist.

Die von dem 72-jährigen Priester erstellte Schau, die unter dem Motto steht „Bäume, Mythen, Wälder”, zeigt im Schwesternchor des Zweifaller Klosters rund 80 klein- und großformatige Bilder, Collagen, Skulpturen und Objektkästen, bei der Spiritualität und Kunst zu einer Einheit verschmelzen. Jedes ausgestellte Exponat - dabei wurde die obere Etage der Klosterkirche zur Galerie - erzählt eine eigene Geschichte.

Eine Geschichte, in der Symbole, Mythen, Anspielungen und Bedeutungen eine große Rolle spielen. Das führt dazu, dass die Werke des 72-jährigen Künstlers, der in Beuthen (Oberschlesien) geboren wurde und neben seiner Tätigkeit als Priester und Lehrer von 1970 bis 1975 bei den Professoren Joseph Beuys und Beate Schiff in Düsseldorf Kunst studierte, sich dem Betrachter erst auf dem zweiten Blick erschließen.

Pater Laurentius, dessen Kunstwerke unter anderem auch in Israel, Taiwan, Kamerun, den Niederlanden und in Belgien zu finden sind, zeigt im Zweifaller Kloster Werke, die in dieser Form bisher noch nicht öffentlich zu sehen waren und das Ergebnis der Schaffensperiode 2009 bis 2011 sind.

Eröffnet wurde die Schau jetzt mit einer von rund 60 Menschen besuchten Vernissage, die mit einem gemeinschaftlich gesungenen Adventslied begann. Danach hatte der Künstler das Wort, der Sinn und Zweck sowie die religiöse Dimension der gezeigten Objekte und Bilder erläuterte, indem er versicherte: „Die Natur ist ein Abbild Gottes. In den Bäumen zeigt sich Gottes Anwesenheit. Außerdem können Bäume den Menschen ein Zufluchtsort sein. Das Empfinden für die Bedeutung der Bäume muss nicht unbedingt mit Frömmigkeit einhergehen.”

Bürgermeister Ferdi Gatzweiler nutzte die Schau, um den beiden Schwestern seine Unterstützung im Kampf um den Erhalt des Klosters zu versichern.

Gezeigt wird die Ausstellung noch bis zum 2. Februar täglich in der Zeit von 9 bis 17 Uhr im Zweifaller Kloster Maria Regina, Telefon 72135.
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