„Spiel ohne Grenzen“: Löschgruppe Münsterbusch holt Titel

Von: Thomas Waltl
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Auf dem „Kackstuhl“ mussten die Teilnehmer am „Spiel ohne Grenzen“ möglichst viel Wasser in einen Eimer befördern, der unter der Stuhlkonstruktion platziert war. Foto: T. Waltl
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Gegen den Gummizug bergauf ziehen und etwas möglichst weit oben auf dem Rand abzulegen, war ebenfalls eine Aufgabe.

Stolberg. Der eine oder andere Stolberger kann sich vielleicht noch daran erinnern, an die Unterhaltungsshow „Spiel ohne Grenzen“. Bei dieser sind im Fernsehen in den 60er und 70er Jahren Mannschaften aus deutschen Städten im nationalen und danach im internationalen Vergleich bei diversen, auch sportlich herausfordernden, Geschicklichkeitsspielen gegeneinander angetreten.

Ein „Straßenfeger“, die Leute saßen entweder am Spielfeldrand oder vor dem Fernseher. Am Wochenende kam das beliebte Spiel in die Kupferstadt, nicht aber als Fernsehsendung, sondern zum selber Mitmachen. Organisiert wurde das Spiel von der Wehrführung der Feuerwehr Stolberg in Zusammenarbeit mit dem Nell-Breuning-Haus aus Herzogenrath, das als Bildungszentrum neben diversen Seminaren auch schon das beliebte Spiel ohne Grenzen mehrfach veranstaltet hatte.

Insgesamt 18 Teams, darunter neun Löschgruppen der Feuerwehr, je zwei Teams der Jugendfeuerwehr und des Spielmannszuges, ein Team des Deutschen Roten Kreuzes, ein Team der Stolberger Stadtverwaltung und ein Sponsorenteam nahmen an dem Spektakel teil.

Den Startschuss bei angenehmen Temperaturen am Vormittag gab der Schirmherr der Veranstaltung, Bürgermeister Tim Grüttemeier, der aus terminlichen Gründen beim Team der Stadtverwaltung selbst aber nicht mitmachte. An insgesamt sechs verschiedenen Stationen wurde den Teilnehmern dann in zwei Durchgängen auf dem Gelände der Feuerwache „An der Kesselschmiede“ so einiges abverlangt. Vor allem das sportliche Können, aber auch Geschicklichkeit und Teamwork der Teilnehmer waren gefragt.

Beim so genannten „Kackstuhl“ mussten die Teilnehmer schnell eine Hose anziehen, die mit zwei Schwämmen versehen war, sich in ein Wasserbad setzen und sich anschließend auf einen Stuhl mit einem kleinen Loch setzen und das Wasser durch dieses in einen Eimer pressen. Je mehr Wasser im Eimer, desto besser für die Endwertung.

Die richtige Technik war beim Kühemelken gefordert, denn was zunächst so einfach aussah, stellte sich für viele als gar nicht so einfach heraus. Beim folgenden Bungee-Run wurden die Teilnehmer mittels Hüftgurt an Gummiseilen befestigt. Entgegen dem starken Widerstand der Seile galt es, ein mit Klettband ummanteltes Kissen so weit wie möglich vorne an der aufgebauten Spielbahn anzubringen. Mehr oder weniger erfolgreich und am Ende garantiert klitschenass, hatten alle Teilnehmer aber ihren Spaß.

War es vor allem ja auch der Spaß und die Kameradschaftlichkeit, die im Vordergrund des Spiels ohne Grenzen standen, wie der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Christoph Baumanns, betonte: „Heute konnten sich alle Löschgruppen abseits der Einsätze mal zusammen treffen, sich unterhalten und einen lustigen Tag genießen.“

Trotz aller Freude an der Bewältigung der teils kniffligen Aufgaben spürte man während der Spiele aber auch eine gewisse Rivalität zwischen den teilnehmenden Mannschaften. Schließlich wollte sich kein Team vielleicht noch Wochen später eine mögliche Niederlage beim Stolberger „Spiel ohne Grenzen“ unter die Nase reiben lassen.

Am Ende des Tages war es dann die Löschgruppe aus Münsterbusch, die sich den Sieg vor den Löschgruppen Donnerberg 2 und Werth sicherte. Einen Pokal als Erinnerung an diesem erlebnisreichen Tag bekamen vom erst- bis zum letztplatzierten Team bei der anschließenden Siegerehrung dann aber alle Mannschaften überreicht.

Am Abend feierten dann alle gut gelaunten Teilnehmer gemeinsam und blickten auf einen gelungen und weitgehend verletzungsfreien Tag zurück. Neben Leckereien vom Grill, einem großen Angebot an Kuchen an der Cafeteria und diversen Getränken, sorgte die Eschweiler Coverband Abbeylane mit den bekanntesten Hits von damals und heute für eine großartige Stimmung in der Halle der Feuerwache.

Die Einnahmen der Veranstaltung, die sich aus den Sponsorengeldern zahlreicher Firmen aus der Stadt Stolberg und der Umgebung sowie dem Essens- und Getränkeverkauf am Veranstaltungstag selbst zusammensetzten, kommen übrigens der Jugendfeuerwehr und dem Spielmannszug der Feuerwehr Stolberg zugute.

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