Spektakuläre Sprünge am Kalvarienberg

Von: Dirk Müller
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Spektakuläre Sprünge mit den
Spektakuläre Sprünge mit den modernen Trialmaschinen sind bei der MSIG am Gressenicher Kalvarienberg an der Tagesordnung als um den Westdeutschen Trial Pokal gefahren wird. Foto: D. Müller

Stolberg-Gressenich. Atemberaubend spektakulär geht es auf dem Kalvarienberg zu. Rund 100 Sportler scheinen mit ihren Motorrädern die Regeln der Physik außer Kraft zu setzen, bewältigen Hindernisse wie große Traktorreifen, sperrige Steinquader oder dicke Baumstämme, heben dabei immer wieder vom Boden ab, fliegen mitunter buchstäblich durch die Luft.

Es ist das Finale des Westdeutschen Trial Pokals, das zum vierten Mal von der Motorrad-Sport-Interessengemeinschaft Gressenich (MSIG) ausgerichtet wird. „Hier fahren heute moderne Maschinen, mit starken Monodämpfern und nur 0,3 Bar Luftdruck im Hinterreifen. So sind die hohen und weiten Sprünge möglich”, erklärt Bernd Kreutz senior, Geschäftsführer der MSIG.

In sechs Klassen gehen sowohl die Jugendlichen im Alter von 5 bis 18 Jahren als auch die Erwachsenen an den Start, Fahrer aus ganz Nordrhein-Westfalen sind zum MSIG-Vereinsgelände am Kalvarienberg gekommen - und noch ein paar mehr: „Auch niederländische Fahrer sind dabei. Außerdem ist dieses Finale gleichzeitig ein Wertungslauf der Rheinland-Pfalz-Meisterschaft, so dass auch aus dem benachbarten Bundesland einige Sportler starten”, führt Kreutz aus. Zu Beginn des Wettbewerbs herrschen frostige Temperaturen um den Gefrierpunkt, die aber weder für Mensch noch Maschine problematisch seien, sagt Kreutz:

„Trial ist eine Outdoor-Sportart, und die Fahrer sind wetterfest. Das feuchte Laub in den zehn Sektionen macht das heutige Finale allerdings besonders anspruchsvoll, da es zum Beispiel kleinere Wurzeln verdecken kann.” Daher begeben die Fahrer sich zunächst zu Fuß in die Sektionen, um sich ein genaues Bild zu machen.

Sieg und zweite Plätze für MSIG

Ebenso wie beim Classic-Trial spielt auch bei der modernen Variante Geschwindigkeit keine Rolle. Ziel ist es, die Sektionen möglichst ohne Strafpunkte zu meistern. Mit Argusaugen beobachten die Punktrichter die Fahrer, vergeben Strafpunkte, wenn ein Fuß den Boden berührt oder ein Fahrer von der Maschine absteigt, die Durchfahrt verweigert, die Sektion verlässt oder das Motorrad „hinlegt”. Aus Sicht des Veranstalters erfreulich ist, dass die MSIG-Fahrer heute wenig Strafpunkte sammeln: Bei den Erwachsenen kann Reinhold Weichbrodt in seiner Klasse vor dem Vereinskollegen Rolf Hilger siegen, und Andreas Schindhelm verpasst den Klassensieg denkbar knapp.

Er ist punktgleich mit dem Gewinner, hat aber eine fehlerlose Sektion weniger auf dem Konto, was die Entscheidung bringt. Weitere zweite Plätze kann die MSIG dank ihrer Jugend verbuchen: Pia Emonts hat für den Sieg in ihrer Klasse nur zwei Strafpunkte zu viel, Sam Weichbrodt bekommt in den drei Runden über zehn Sektionen nur ganze zwei Strafpunkte - leider genau einen zu viel für den Klassensieg.

Trotz winterlicher Witterung ist das Finale des Westdeutschen Trial Pokals übrigens noch nicht der Saisonabschluss für die MSIG: Am Sonntag, 2. Dezember, beginnt am Gressenicher Kalvarienberg um 11 Uhr das „Nikolaus Trial”, zu dem circa 60 Fahrer erwartet werden.

Die Siegerdes Trials in den jeweiligen Klassen

Erwachsene: Kevin Bick (Experten), Nico Hafermann (Spezialisten), Robin Heikaus (Fortgeschrittene), Roger Pelzer (Anfänger), Reinhold Weichbrodt (Neulinge), Rene Willnat (Senioren).

Jugend: Yannik Straul (Experten), Marco Armbrust (Spezialisten), Lukas Brocke (Fortgeschrittene), Sven Kaiser (Anfänger), Till Becker (Neulinge), Luis Sturm (Automatik).

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