Stolberg - Spektakuläre Experimente beim EWV-Energiespartag

Spektakuläre Experimente beim EWV-Energiespartag

Von: ssh
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Der „verrückte Professor“ führte Experimente vor. Unter anderem sorgte er dafür, dass ein Metallfass sich selbst Foto: S. Henke
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Stolberg. „Energie hautnah erleben“ - unter diesem Motto des zehnten Energiespartags der Energie- und Wasserversorgung (EWV) lockten interaktive Programmpunkte auf den Willy-Brandt-Platz in Stolberg.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von EWV-Geschäftsführer Manfred Schröder. Zusammen mit Bürgermeister Tim Grüttemeier wies er darauf hin, dass das Thema Energie immer wichtiger werde. „Auch Privathaushalte beschäftigen sich zunehmend mit dem Energieverbrauch und möglichen Einsparungen“, so der Bürgermeister. Groß und Klein war en fasziniert von der Attraktion des Tages, einer interaktiven Physikshow. Erinnerungen an den trockenen Physikuntersicht in der Schule waren schnell verflogen. Mit spektakulären Experimenten und viel Witz begeisterte der „verrückte Professor“ das Publikum.

EWV-Vertriebsleiter Axel Kahl wurde kurzerhand als Assistent eingesetzt. Neben eindrucksvollen Vorführungen zum Thema Zentrifugalkraft und einer lautstarken Vorführung wie man Knallgas erzeugt, war der Höhepunkt das Experiment des zerknautschten Ölfasses: In einem 200-Liter-Fass wird rund zehn Minuten lang ein Liter Wasser zum Kochen gebracht. Danach wird das Fass verschlossen und mit einer Gießkanne begossen. Mit einem ordentlichen Rums implodiert das Fass dann nach wenigen Sekunden.

Interessant war voll allem, dass den Zuschauern auch erklärt wurde was nun eigentlich genau passiert war. Vor dem Verschließen des Fasses befindet sich keine Luft mehr im Fass, sondern nur noch Wasserdampf. Wenn dieser abgekühlt wird, wird er wieder zu flüssigem Wasser und der Druck im Fass sinkt enorm. Der Luftdruck außen ist dann stark genug, um das Ölfass zu zerquetschen. Ein voller Erfolg war auch der Austausch alter Glühbirnen. In diesem Jahr konnte man als Gegenleistung energiesparende LED-Birnen erhalten. Der Andrang war groß, nach kurzer Zeit waren alle LED Birnen vergeben. Besonders aufmerksam machen wollte EWV auf das Thema Elektrofahrzeuge. So konnte man einige Fahrzeuge bestaunen. Bei Interesse beriet Agnes Völker gerne und stellte auch das Förderprogramm vor.

Unter den zahlreich Informationsständen gab es auch viel Interessantes zum Thema Photovoltaik. Besonders effizient sei die Vermietung von Photovoltaikanlagen. Wichtig sei sicherlich auch, dass diese Anlagen direkt wirtschaftlich für den Verbraucher seien, so Sigrid Mostert. Klaudia Ratzke beriet gerne bezüglich energiesparender Haushaltsgeräte. „Oftmals sind die Haushaltsgeräte seit Jahrzehnten im Gebrauch, und man kennt sich nicht mehr so gut aus mit all den Neuerungen. Hier nehme ich älteren Interessenten die Angst und zeige gerne neue Möglichkeiten auf“, so Ratzke.

Die Expertentipps zum Thema Energie nutzte auch das Ehepaar Küppers. „Wir haben vor, im Frühjahr unser Haus zu sanieren, und im Dschungel der Möglichkeiten und Förderungsprogramme brauchen wir Beratung. Und wenn man dann noch Tipps zum Energiesparen erhält ist es noch besser. Da können wir das Gesparte direkt in die Sanierung stecken“, erklärte das Paar begeistert.

Eine der Expertenrunden bezog sich auf das Thema „Richtig heizen“. EWV-Energieberater Heinz Theis und Uwe Gerhardt von effeff.ac gaben Tipps. Wenn man die Ratschläge beherzige, spare man Geld und lebe trotzdem in einem besseren Wohnumfeld, so Theis. Schon ein Grad Absenkung der Heiztemperatur bringe sechs Prozent Ersparnis. „Das große Geheimnis heiße allerdings Stoßlüften. „Wir müssen wegkommen von kontraproduktiven gekippten Fenstern. Zwei mal am Tag für circa zwei Minuten Fenster komplett auf zum Lüften ist wesentlich effizienter. Denn neue, unverbrauchte Luft ist nicht nur generell besser für das Wohnklima, sondern lässt sich auch viel besser heizen und beugt Schimmelbildung vor“, so der Experte von effeff.ac.

Franz Joseph Türk von der Tochtergesellschaft Green und Rene Schmitz von Euregio Strom klärten über Photovoltaikanlagen und Windparks auf. Sie betonten, dass diese beiden Wege unverzichtbar seien, wolle der ambitionierte Plan der Bundesregierung, 80 Prozent des Stroms durch erneuerbare Energien zu erzeugen, erfüllt werden. Im Energiesparmobil NRW ging Günter Neunert auf individuelle Fragen ein. Von sparsamen Leuchtmitteln bis hin zur richtigen Dämmung konnte der Verbraucher hier alles erfahren. Wenn die jüngsten Besucher genug vom Fachwissen hatten, konnten sie zum ein Fotoshooting mit Power-Paul oder ihr Glück am „Heißen Draht“ versuchen.

Für ihre Unterhaltung war jedenfalls bestens gesorgt. Kaum ein Kind war ohne grünen EWV-Ballon zu sehen. Eine Neuerung war das Smoothie Bike. Hier musste man sich seine Belohnung noch verdienen. Denn allein durch Muskelkraft auf dem Fahrrad bewegte sich der Mixer auf dem Gepäckträger, der die süßen Früchte in einen erfrischenden Smoothie verwandelte. Wem das zu anstrengend war, der konnte auch die Cafeteria nutzen und die Eindrücke bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Streuselkuchen sacken lassen.

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