„SPD ist die treibende Kraft in Stolberg“

Von: jül
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Dieter Wolf, Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat Stolberg. Foto: J. Lange

Stolberg. Die „spürbare Aufbruchstimmung“ in der Kupferstadt registrieren auch die Sozialdemokraten. „In den letzten eineinhalb Jahren ist vieles in Bewegung geraten“, sagt Dieter Wolf beim Parteitag im Büsbacher Bürgerhaus. Genossen gehen mit ihrem Partner ins Gericht: „CDU richtet Fähnchen nach dem Wind“.

Aber der Fraktionsvorsitzende differenziert sehr fein. Es werde der Eindruck erweckt, es gehe aufwärts, „weil wir einen Bürgermeister und eine Mehrheitsfraktion haben, die über das Wasser gehen können“, so Wolf unter dem Applaus der Genossen weiter: „Mit der Wirklichkeit hat das aber wenig zu tun.“ Denn diese positive Entwicklung der Kupferstadt sei im Grunde die Frucht sozialdemokratischer Bemühungen und Initiativen während der vergangenen zehn Jahre. In Wirklichkeit sei die SPD die treibende Kraft in Stolberg.

Mit großem Selbstbewusstsein verweist die Partei auf eine Reihe von Stolberger Vorzeigeprojekten: Seniorenzentrum Breinig, Entwicklungskonzept Talachse, „Skywalk“ und Parkhaus am Hauptbahnhof, Sanierung und Modernisierung der Schullandschaft, Gewährleistung des Rechtsanspruches der U3-Betreuung sowie der Sanierung von Straßen.

Nicht minder selbstbewusst reklamieren die Genossen die Initiativen und Ideen für die mittelfristige strategische Entwicklung Stolbergs für sich. Die Modernisierung von Fußballanlagen nach Fusionen, die laufende strategische Sozialraumplanung und die Überarbeitung des Schulentwicklungsplanes trage ebenso die rote Handschrift wie Klimaschutz und Inklusion als kommunale Aufgaben.

Die Entwicklung Stolbergs als familienfreundliche Stadt habe die Partei schon 2004 postuliert, erinnert Wolf. „Und als großen Erfolg werten wir das erneute Engagement unserer Stadt im sozialen Wohnungsbau.“ Dabei habe die CDU 1999 „das städtische Wohnungseigentum verscherbelt“.

Einmal mehr grenzen sich die Sozialdemokraten bei ihrem Parteitag vom christdemokratischen Regierungspartner ab. „Wir sind der stabile Faktor in der Koalition“, betont der Fraktionsvorsitzende. „Wir pochen darauf, Kurs zu halten und zukunftsfähige Wege für unsere Stadt einzuschlagen.“

Nicht die SPD sei es, die das Fähnchen in den Wind halte. Genau das aber habe die CDU beispielsweise beim Thema Windenergie getan. Während sie entsprechend dem Koalitionsvertrag noch die Ausweisung von Konzentrationszonen auf den Weg gebracht habe, hat die „CDU wegen erwarteter Widerstände die Windenergie fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel“, sagt Wolf. U

nd obwohl man gemeinsam den Öffentlichen Personennahverkehr fördern wolle, sei die CDU zum Vorteil von zwei Dutzend Anwohnern bereit, einen ganzen Stadtteil vom Bus abzuschneiden. Für eine Handvoll Wählerstimmen richte die CDU ihr Fähnchen einfach in den Wind.

Im Gegensatz dazu nehme die SPD Anregungen ernst, sie sei „dialogbereit und -fähig“ und bereit, getroffene Entscheidungen argumentativ zu vertreten.

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