Stolberg - Spaziergang über den Stolberger Weihnachtsmarkt in Zahlen und Fakten

Spaziergang über den Stolberger Weihnachtsmarkt in Zahlen und Fakten

Von: Laura Laermann
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Die größte Tanne auf dem Stolberger Weihnachtsmarkt steht auf dem Kaiserplatz. Foto: Laura Laermann

Stolberg. Schließt man die Augen, fühlt sich die Kälte auf den Wangen noch intensiver an, der Duft der Crêpes wirkt noch süßer und die Geräuschkulisse aus Musik und Gemurmel noch lauter. Öffnet man die Augen wieder, scheint die Tanne auf dem Kaiserplatz noch größer als beim ersten Hinsehen. Wie groß mag dieser Baum wohl sein?

Ein bewusster Spaziergang über den Weihnachtsmarkt wirft viele Fragen auf – hier die Antworten in Zahlen und Fakten.

3500 Quadratmeter: Diese Fläche umfasst der Stolberger Weihnachtsmarkt, der sich über Kaiserplatz, die Burg, den Alter Markt und den Kupferhof erstreckt. An 50 Ständen werden Getränke, Essen und handgemachte Waren angeboten. Nur an vier Ständen wird Glühwein verkauft, acht Stände locken mit Köstlichkeiten wie Crêpes, Waffeln oder Backfisch. Der Fokus liegt mit 38 Ständen aber deutlich auf den Dingen, die es eben nicht auf jedem Weihnachtsmarkt gibt: handgefertigte Holz- und Strickwaren, Glaskunst, Textilarbeiten, Metallskulpturen, Dekorationen und vieles mehr.

Darunter sind auch acht neue Stände, die es im Jahr zuvor nicht gegeben hat. Denn der Weihnachtsmarkt soll möglichst abwechslungsreich für seine Besucher sein, wie Jürgen Gerres, der Abteilungsleiter für Kultur, Tourismus und Veranstaltungen, erklärt. „Wir versuchen die Angebote jedes Jahr attraktiver zu gestalten.“

So gibt es in diesem Jahr in der Kemenate der Burg jeden Samstag und Sonntag eine Sonderaktion. Die Besucher konnten an den vergangenen Wochenenden mit Näharbeiten Dekoration entwerfen oder Adventskränze gestalten sowie ein Lebkuchenhaus backen. Außerdem treten die Weihnachtselfen, die in diesem Jahr zum vierten Mal dabei sind, mit zwei neuen Shows auf dem Kaiserplatz auf.

Mit dem vielseitigen Programm möchte die Stadt Stolberg vor allem mehr Besucher anlocken. „Noch kommen die Leute noch nicht in Scharen per Bus und Bahn angereist, aber das kann ja noch werden“, witzelt Gerres. Im vergangenen Jahr besuchten rund 10.000 Menschen den Weihnachtsmarkt. In diesem Jahr hatten die Händler auf mehr Besucher als 2016 gehofft, vor allem nach einem guten Einstieg in den ersten geöffneten Tagen.

Doch nach drei Wochen Weihnachtsmarkt lässt sich sagen: Die Besucherzahl 2017 wird sich am Vorjahreswert orientieren. Grund dafür sei auch das vergleichsweise schlechtere Wetter in diesem Jahr. „Darunter leiden die Händler“, sagt Roswitha Breuer, die einen Stand auf dem Kaiserplatz hat. Dennoch lohnt sich das Geschäft für sie: „Der Stolberger Weihnachtsmarkt ist für uns eine wichtige Einnahmequelle.“ Generell seien die Händler zufrieden, weiß Jürgen Gerres, auch der Umsatz bewege sich im gleichen Bereich wie 2016, so Gerres.

„Der Weihnachtstreff wird gut angenommen. Jedes Jahr kommen mehr Leute hierher“, sagt Breuer. Die Besucher kommen meist aus der näheren Umgebung, aber auch aus Belgien und den Niederlanden – sogar englischsprachige Gäste habe man gelegentlich gesichtet, erzählt Gerres.

Auch die Einzelhändler rings um den Weihnachtsmarkt erfahren die positive Resonanz der Besucher. „Viele Kunden sind sehr überrascht vom Stolberger Flair“, sagt Barbara Kohler vom Stadtmarketing. Auch die Aktion mit Glühweinkarten, die in den Geschäften an Kunden verteilt werden, sei bisher gut angenommen worden. Ob der Einzelhandel von dem Weihnachtsmarkt profitiere, sei schwer messbar, aber der Weihnachtsmarkt ziehe viele Kunden an.

Rund 10.000 Lämpchen

Schaut man sich beim Spaziergang über den Weihnachtsmarkt mal genauer um, fällt vor allem die prunkvolle Dekoration auf. Glänzende Weihnachtskugeln, viele Tannenzweige und ein Meer aus Lichtern. Rund 10.000 Lämpchen, schätzt Jürgen Gerres ins Blaue, die jedes Wochenende die Innenstadt zum Leuchten bringen.

Genauer kann es Marita Matousek, die sich im Stadtmarketing um die Beleuchtung gekümmert hat, aufdröseln: So hängen in 52 Bäumen auf dem Steinweg jeweils 36 Meter Lichterketten, am Bastinsweiher zudem 18 Lichterketten mit zwölf Metern Länge und 16 weitere mit 24 Metern. Hinzukommen weitere zehn Lichtergirlanden à 15 Meter Länge. Der Großteil der Lichter wird von einer ein Kilometer langen Längsverkabelung, die von der Rathausstraße bis zur Mühle reicht, mit Strom versorgt.

Außerdem wurden 100 echte kleine Tannen über die gesamte Fläche verteilt. Und wie hoch ist nun der Weihnachtsbaum auf dem Kaiserplatz? Er misst zwölf Meter und ist damit die größte Tanne des Weihnachtsmarktes. Nur die Tanne vor dem Burghaus ist wohl größer, aber dafür auch dort aufgewachsen und tief verwurzelt.

Nicht so weihnachtlich, aber in jedem fall nötig, sind die Absperrmaßnahmen. Denn auch in puncto Sicherheit ist man in Stolberg gut aufgestellt. Eine Arbeitsgruppe mit dem Schwerpunkt Sicherheit, an der vor allem die Polizei und die Feuerwehr beteiligt sind, hat ein Sicherheitskonzept für den Weihnachtsmarkt erarbeitet. Der sieht die Vollsperrung der Burgstraße vor, die Betreuung durch Verkehrshelfer und eine Platzwache auf dem Weihnachtsmarkt.

Auf Betonblöcke konnte man verzichten. Der Kaiserplatz zum Beispiel ist dauerhaft mit Pollern für den Autoverkehr gesperrt. Grundsätzlich stehe die Stadt Stolberg im engen Austausch mit der Polizei: „Das Thema Sicherheit ist sehr präsent und wird ernst genommen“, sagt Gerres.

Dann kann ja nichts mehr schief gehen beim Spaziergang über den Weihnachtsmarkt.

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