Sozialraumteams laden ein zum „Partymachen statt absaufen”

Von: Angela Vitanza
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Sozialpädagogin Petra Morgens
Sozialpädagogin Petra Morgenstern (rechts) und Bezirksbeamter Peter Jussen überreichen Angelina Ewig (l.), stellvertretende Tankstellenleiterin, die zur Karnevalssaison entworfenen Buttons mit dem Motto: „Partymachen statt absaufen”. Foto: A. Vitanza

Stolberg. „Partymachen statt absaufen” - ein Motto, das die Stolberger Jugendpflege mit Unterstützung der örtlichen Polizeibehörden ins Leben gerufen hat: Ganz im Sinne des „Jugendschutzes”.

„Partymachen - auch ohne Alkohol” ist ein Appell, der insbesondere an die Jugendlichen gerichtet ist, denn das Genussmittel bewirkt oftmals gerade zur fünften Jahreszeit ein Unterschätzen deren Wirkung. Einer Stolberger Initiative ist es zu verdanken, dass die Öffentlichkeit für dieses Thema sensibilisiert wird. Bezirksorientierte „Sozialraumteams” bemühen sich, Aufklärungsarbeit bei diversen Verkaufsstellen wie Tankstellen oder Lebensmittelbetrieben zu leisten.

Zur Karnevalszeit verstärken die Teams den Einsatz, um sicherzugehen, dass das Jugendschutzgesetz gewahrt wird. Sozialpädagogin Petra Morgenstern (Jugendeinrichtung Stolberg) betont: „Es handelt sich um ein Jugendschutzgesetz, nicht um ein Jugendbestrafungsgesetz”. Gemeinsam mit Sozialraumteam-Mitglied Hauptkommissar Peter Jussen sucht die Sozialpädagogin jene Breiniger Esso-Tankstelle auf, die hinsichtlich der Stolberger Kampagne als Vorbild fungieren könnte. Inhaberin Monika Palm setzt sich gemeinsam mit ihren Angestellten exemplarisch für den Schutz von unter 18-Jährigen ein.

Erzielte Jugendschutz-Zertifikate sowie Wachsamkeit sind die beste Voraussetzung, um den Schutz des Jugendlichen zu wahren. Selbst das Kassensystem ist mit einem Warnsignal ausgestattet und weist auf die Beachtung des Gesetzes hin. Zudem sind gerade zur Hochsaison des Alkoholkonsums alle Angestellten dieser Tankstation mit, von der Stadt ausgehändigten, Buttons bestens versorgt. „Partymachen statt absaufen” ist das Motto und soll auch andere Verkaufsstellen zum Nachdenken anreregen.

Zur Freude der Stolberger Jugendpflege und örtlichen Polizei setzen sich auch größere Handelsunternehmen für das Jugendschutzgesetz ein und richten so das Augenmerk auf die Gesundheit der Jugendlichen. Interne Schulungen und „aufmerksame” Scannerkassen unterstützen dabei, das Bundesgesetz zum Schutze der Kinder und Minderjährigen zu achten.

Dies erfreut ebenso ein weiteres Sozialraumteam, bestehend aus Hauptkommissar Hanns Kreutz und Sozialarbeiter Jörg Schroeder. Die Kupferstadt verfolgt mit der Initiative der Sozialraumteams ein Ziel: „Die Sensibilisierung der Öffentlichkeit”. Egal, ob Inhaber eines Handelsgewerbes, ob Erwachsener oder Jugendlicher, ein Jeder solle die Gefahr des Alkoholkonsums nicht unterschätzen und auch dann Hilfestellung leisten, wenn sein Mitmensch diesen Appell nicht ernst genommen hat. „Auch auf das „Miteinander” kommt es an!”, betont Petra Morgenstern ausdrücklich.

Eine weitere Initiative, die von dem Stolberger Jugendamt ins Leben gerufen wurde, ist eine Karnevalsfete für alle Kupferstädter, ganz nach dem Motto „Party machen statt absaufen” heute ab 11.11 Uhr im Jugendtreff Westside am Kaplan-Dunkel-Platz. Ebenso werden zu Karneval, im Rahmen der sozialen Einrichtung, heiße, alkoholfreie Getränke verteilt, um dem Jugendlichen eine Alternative zum Alkohol zu bieten.
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