Sozialer Wohnungsbau auch am Duffenter

Von: Jürgen Lange
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Investor gesucht: Auf einer 2100 Quadratmeter großen, straßennahen Teilfläche dieses städtischen Grundstückes an der Duffenterstraße soll sozialer Wohnungsbau entstehen. Foto: J. Lange

Stolberg. Nachdem die Bauleitplanung für sozialen Wohnungsbau auf der Rotsch in die Schlussphase geht, packt die Kupferstadt das zweite durch die große Koalition angekündigte Projekt an. Auf einer 2100 Quadratmeter großen Teilfläche des städtischen Geländes neben dem Netto-Markt an der Duffenter­straße soll ebenfalls ein soziales Wohnprojekt realisiert werden.

Aber während an der Rotsch ein Unternehmer im Auftrag der Stadt baut, soll für das Vorhaben auf dem Donnerberg ein privater Investor gefunden werden.

„In der Zwischenzeit erreichen die Verwaltung vermehrt Nachfragen nach Grundstücken, die für Mehrfamilienhäuser im öffentlich geförderten Wohnungsbau geeignet sind“, erklärt Tobias Röhm. „Deshalb möchten wir einen geeigneten privaten Investor finden“, sagt der Technische Beigeordnete. Über diesen Vorschlag entscheidet der Stadtrat auf seiner Sitzung am 27. September.

Der Vorschlag hat zudem aus Sicht der Verwaltung einen weiteren Vorteil. Unter Berücksichtigung der Bodenrichtwerte erwartet sie eine Einnahme von rund 300.000 Euro aus dem Grundstücksverkauf. Zudem muss sie keine eigenen Mittel in den Bau der Immobilie investieren.

Vorteil des Grundstückes ist, dass es nach den Vorschriften des Baugesetzbuches über die Zulässigkeit von Vorhaben innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile sofort bebaut werden kann, eine zusätzliche Bauleitplanung wie auf der Rotsch also nicht erforderlich wird.

Allerdings wird im Rahmen der Baukonzeption eine detaillierte Baugrunderkundung erforderlich, um die Gründungsart auf die besonderen Verhältnisse im Untergrund abzustimmen. Von der Stadt zu Bergbau, Altlasten und Untergrund beauftragte Fachbüros kamen „zu dem Ergebnis, dass der Bereich grundsätzlich für eine Bebauung geeignet sei“, berichtet Röhm. Es lägen keine Erkenntnisse über Altbergbau vor.

Eine Frage der Kosten

Etwas differenzierter äußert sich der Beigeordnete zur Frage von Altlasten: „Die Untersuchung der Altlastensituation hat keine Erkenntnisse gebracht, die nicht durch entsprechende im konkreten Baugenehmigungsverfahren zu benennende Maßnahmen, etwa zur Entsorgung von Erdreich und Versiegelung, beherrschbar wären.“

Die Altlasten bestehen überwiegend „aus Auffüllungen aus nicht recycelbarem Bauschutt, Schlacken, Glasbruch, etc. sowie die für Stolberg üblichen hohen Schwermetallgehalte“, erklärt Planungsamtsleiter Andreas Pickhardt.

Die Maßnahmen sind ebenfalls die üblichen: Entsorgung der Aushubmassen entsprechend ihrer Deponieklasse, Versiegelung durch Gebäude oder Parkflächen. Freiflächen können mit Bewuchs oder mit unbelasteten Boden abgedeckt werden. „Die Altlasten sind beherrschbar, was aber mit Kosten verbunden ist“, bilanziert Pickhardt.

Zudem stelle der Lärmschutz kein Hindernis dar, was aus der aktuellen Prognose zur Netto-Erweiterung hervorgehe. Im Vergleich zur jetzigen Situation sei keine negative Veränderung zu erwarten, berichtet Röhm weiter: „Unter Beachtung der Ausrichtung des Bauvorhabens und der Abstandsflächen ist sozialer Wohnungsbau auf diesem Grundstück am Duffenter möglich“.

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