Sopranistin Miriam Löhr schlägt Zuhörer in Bann

Von: mlo
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Gunther Antensteiner mit Ehefrau, die beim Umblättern half, und Sopranistin Miriam Löhr. Die Zuhörer waren von den dargebotenen Stücken mehr als angetan. So war am Ende eine Zugabe fällig. Foto: M.L. Otten

Stolberg. Einen meisterlichen Abend boten Miriam Löhr, Sopran, und Gunther Antensteiner am Klavier im letzten Konzert des Stolberger Musiksommers dar.

Die Zusammenstellung des Programms war gut durchdacht, und die Darbietungen gelangen dem Duo im tollen Ambiente des Kupferhofes Rosental hervorragend. Die musikalische Reise begann in Italien mit der alten Arie „Si tu m’ami“ von Pergolesi, die Miriam Löhr mit größter musikalischer Sensibilität gestaltete.

Mit ihrem eleganten und geschmeidigen Sopran, warm und mitreißend in der Mittellage, schlug sie von Beginn an die Zuhörer in den Bann. Sie gefiel nicht nur als Zerlina in „Don Giovanni“, sondern auch in der Hosenrolle als Cherubino oder als Susanna in „Figaros Hochzeit“ und in dem anrührenden „Adieu, notre petite table“ der Manon.

Als Marie aus dem „Waffenschmied“ sang sie das Schlaflied für den geliebten Konrad. Und auch in den Kunstliedern von Gabriel Fauré nach Texten von Victor Hugo zeigten die beiden Musiker große Kunst.

Als besondere Leckerbissen erwiesen sich „Mai“ und „Dans les ruines d’une abbaye“. Gunther Antensteiner, der die einzelnen Stücke auf lockere Art und Weise ansagte, verschaffte der Sängerin zwischendurch eine Verschnaufpause, indem er die Klaviersonate in C-Dur KV 330 von Mozart spielte.

Die drei Sätze hatten volksliedhaften Charakter und zeugten von übermütiger Fröhlichkeit. Antensteiner zeigte sich als ein wahrer Kenner der Mozartschen Klaviermusik. Im zweiten Teil bestimmten Ausschnitte aus Musicals und Filmen das Programm. Da waren es vor allen Dingen die Lieder der Fantine und der Cosette aus „Les Miserables“ sowie Don’t cry for me, Argentina aus „Evita“, I don’t know how to love him aus „Jesus Christ Superstar“ und Highlights aus dem „Phantom der Oper“ und „Cats“, die die Herzen höher schlagen ließen.

Robert Stolz „Kaiser meiner Seele“ und Gabriellas Song standen für die Operette und den Film. Die begeisterten Zuhörer, die zahlreich nach Stolberg gekommen waren, bedankten sich mit lang anhaltendem Applaus und forderten noch eine Zugabe. So wurde die Arie „O Mio Babbino Caro“ aus Puccinis einaktiger Oper „Gianni Schicchi wiederholt.

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