Sonderausstellung „Steckenpferde“: Hobbys bieten Motive

Von: Israa Hamadache
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Kunstliebhaber bestaunen die Bilder im Zinkhütter Hof. Foto: I. Hamadache

Stolberg. Was ist eigentlich mein Steckenpferd? Mit dieser Frage haben sich die Künstlerinnen und Künstler der Volkshochschule Nordkreis Aachen befasst.

Die Idee war, die eigenen Hobbys zeichnerisch auf Papier zu bringen. Die Dozentin Gerlinde Zantis gab am Sonntag die Einführung in die Sonderausstellung „Steckenpferde“ im Zinkhütter Hof.

„Als Steckenpferd wurde früher eine von Außenstehenden als liebenswürdige Schrulle belächelte Liebhaberei bezeichnet, der jemand seine freie Zeit widmet.“ Heute sei jedoch klar, das Hobby gehöre zu einem großen Teil zur eigenen Identität, erklärt die Dozentin weiter, und gerade deswegen biete es auch eine gute Grundlage für ein Bild.

Für einige war direkt klar, was Thema ihres Kunstwerks sein soll. So stellte Janina Bogisch ihre Leidenschaft für Bücher in den Mittelpunkt ihres Werkes. Seit sechs Jahren zeichnet sie, das zweite Mal in dem Kurs an der Volkshochschule. „Die Stimmung in der Gruppe war sehr angenehm, deswegen hat der ganze Prozess großen Spaß gemacht. Vor allem, wenn wir versucht haben, uns an Neues zu wagen, hat Gerlinde uns hilfreiche Anstöße gegeben“, schildert die Künstlerin.

Außerdem bildeten Eindrücke aus den gemeinsamen Ausflügen in eine Imkerei, in den Tierpark, zum Blausteinsee und ins Ludwig-Forum das Fundament für einige Werke.

Über hundert Gäste

In Form eines Rundgangs durch das Museum konnten die Besucher diese bestaunen. Und diese Gelegenheit nahmen über hundert Anwesende wahr, die sichtlich beeindruckt von den Ergebnissen waren.

Museumsleiter Sebastian Wenzler stellte die Räume gerne für die Ausstellung zur Verfügung und freut sich auf ein nächstes Mal: „Jedes dieser Bilder ist es wert, hier ausgestellt zu werden. Und wie man hier in Stolberg so schön sagt: Wenn etwas schon zweimal stattgefunden hat, hat es bereits Tradition“.

Ein wahrer Hingucker war die Gemeinschaftsarbeit, bei der sich alle Kursteilnehmer selbst beim Zeichnen oder in einer Zeichenpause dargestellt haben. Hieran beteiligt waren Berti Bergs, Janina Bogisch, Annette Dittberner, Franz Eisenführ, Monika Eisenhardt, Ingeborg Hoven, Christine Hütter, Falk Koenemann, Uschi Plebs, Sabine Reinardy, Petra Thelen, Theo Wergen und die Dozentin Gerlinde Zantis.

Diese Gemeinschaftsarbeit, bestehend aus zwölf Einzelbildern, ist knapp acht Meter lang, wobei die zum Teil sehr witzigen Darstellungen den Spaß zeigten, der dabei entstand.

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit Kaffee und Kuchen und musikalischen Vorträgen der Jazz-Combo Acanto.

Die Kunstwerke sind noch bis zum 30. November im Museum des Zinkhütter Hofs zu bewundern.

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