„Somebody Wrong” lässt in Stolberg die Hühner fliegen

Von: Andreas Herkens
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Die Somebody Wrong Bluesband bei der traditionellen „Bluesnacht im Jakobshof”. Hier ist auch die aktuelle CD der Aachener Formation aufgenommen worden, bei der die Band von einem prominenten Bläsersatz (v.l.n.r. Markus Plum, Boris Bansbach und Heribert Leuchter) unterstützt wurde. Foto: A. Herrmann

Stolberg/Aachen. Wie bitte? Hühner auf der Bühne? Im Jakobshof? Nun ja, die Mitglieder der Somebody Wrong Bluesband sagen das augenzwinkernd, bezeichnen sich gleichsam selbst als Federvieh - wenn man dem Titel ihres neuen Albums folgt. Denn der besagt nichts anderes: „Aint Nobody Here But Us Chickens”. Aber natürlich führen sie sich im Scheinwerferlicht keinesfalls als solche auf... Glücklicherweise!

Über die Somebody Wrong Bluesband muss man eigentlich nicht mehr viele Worte verlieren. Seit fast 30 Jahren - im kommenden Jahr ist Jubiläum - ist sie in Aachen und der Region präsent, überzeugte bei vielen Konzerten - und ist am Samstag, 10 November, wieder in Stolberg im „Piano” an der Burgstraße zu erleben. Die aktuelle Besetzung besteht aus Chris Andrä (Schlagzeug), Christine Isensee (Gesang), Albrecht Peltzer (Gitarre), Martin Peltzer (Orgel, Piano), Jochen Stark (Bass, Gesang) und Alex Wilde (Gitarre, Gesang).

Ein fester Bestandteil im Kalender ist die Bluesnacht jeweils Anfang des Jahres. Die neue Live-CD wurde nun bei der 21. Ausgabe am 11. Februar 2012 mitgeschnitten. Die Besonderheit: Wie auch im Jahr zuvor war eine dreiköpfige Bläsergruppe mit von der Partie, Heribert Leuchter (Saxofon), bei dessen Label Luxaries Records das Album erschienen ist, Boris Bansbach (Saxofon) und Markus Plum (Posaune).

Gleich das Eröffnungsstück „House On A Hill” von Aaron Neville macht mächtig Druck, und die drei Bläser zeigen direkt, dass sie mehr sind als bloße Begleitung: Sie schieben das Ganze zusätzlich an. Im Titelstück mit seinem satten Klangbild macht Boris Bansbach mit einem Saxofon-Solo auf sich aufmerksam, und auch Christine Isensee brilliert. Der Holland/Dozier/Holland-Klassiker „How Sweet It Is (To Be Loved By You)” rollt prächtig, während der Blues „Cant Get Next To You” passend schwerblütig daherkommt, gekrönt von einem Posaunen-Solo von Markus Plum.

„Spooky” weist jazzige Züge auf und bietet ein wunderschönes Saxofon-Intro von Heribert Leuchter und ein relaxtes Hammondorgel-Solo. „Further On Up The Road”, noch ein Klassiker, tänzelt unwiderstehlich, „Mustang Sally” läuft sehr dynamisch, knackig. Ein Glanzstück des Albums ist Gregg Allmans „Whipping Post”, bei dem über acht Minuten jedes Instrument Akzente zu setzen weiß. Zum Schluss gibts noch den rockigen Evergreen „Cocaine” von J.J. Cale, fast acht Minuten lang, bei dem die kraftvollen Gitarrenriffs durch die Bläser noch verstärkt werden. Auch Solo-Einlagen von Schlagzeug und Bass werden hier eingebaut.

Jede Menge satten Blues- und Rocksound bietet also die CD „Aint Nobody Here But Us Chickens”. In insgesamt elf Stücken. Von wegen Hühner. . .

„Somebody Wrong Bluesband & Friends - Aint Nobody Here But Us Chickens” ist auf dem Luxaries-Label des Aachener Musikers Heribert Leuchter erschienen.

Produziert hat die Live-Aufnahme der 21. Bluesnacht im Aachener Jakobshof der Aachener Produzent Jürgen Müller (Pink Noise Studio Aachen).

Die CD ist in Aachen unter anderem in der Buchhandlung Schmetz am Dom (Münsterplatz), in der Mayerschen Buchhandlung (Buchkremer-straße) und bei Giftland Music (Malteserstraße 26, Nähe Ponttor) erhältlich.

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