Sohn leugnet Muttermord vor Gericht

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Aachen. Wegen Mordes an der eigenen Mutter muss sich seit Mittwoch ein 31-Jähriger vor dem Landgericht Aachen verantworten.

Von Habgier getrieben soll der arbeitslose Mann die 62-Jährige im Elternhaus zu Tode getreten und geschlagen haben. Er selbst beteuerte zu Prozessbeginn in einem knappen Satz seine Unschuld. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er Geld brauchte, die Mutter ihm aber keines gab.

Zeugenaussagen zufolge soll der Angeklagte in der Vergangenheit immer wieder Familienmitglieder, darunter die eigenen Eltern, bestohlen haben. Seine Mutter habe er auch tätlich angegriffen. Die Patentante sagte aus, der 31-Jährige sei ein sehr verschlossener Mensch ohne soziale Kontakte. Mit den Eltern habe er jahrelang kaum ein Wort gesprochen, obwohl er mit ihnen unter einem Dach lebte. Die Mutter habe Angst vor dem eigenen Sohn gehabt.

Der Vater des Angeklagten hatte die Leiche der 62-Jährigen zwei Tage vor Heiligabend 2010 gefunden. Er hatte sich Sorgen gemacht, weil seine Frau nicht zu einem Gerichtstermin erschienen war, bei dem es um einen Diebstahl des Sohnes ging. Dieser war spätabends mehrere Kilometer von seinem Elternhaus entfernt festgenommen worden. Bei sich hatte er Handtaschen der Mutter samt Portemonnaie, Sparbücher und Bankkarte gehabt.

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