„So hat Rom noch nie gebebt”

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Zeugnis des Glaubens: Andreas Evertz, Ferdinand Evertz, Fabian Pfeiffer, Markus Ohm, Lukas Kranz, Theresa Kranz, Gerlinde Evertz und Simon Evertz (v.l.) bei der 10. Internationalen Ministrantenwallfahrt in Rom.

Stolberg. Sechs Messdiener aus Herz-Jesu Münsterbusch nahmen teil an der 10. Internationalen Ministrantenwallfahrt des Internationalen Ministrantenverbandes „Coetus Internationalis Ministrantum” (CIM).

Unter dem Motto „Aus der wahren Quelle trinken” feierten sie mit 53.000 anderen Ministranten aus 18 Nationen, die an unterschiedlich gefärbten Halstüchern zu erkennen waren, das 50-jährige Bestehen des CIM.

Dabei beschäftigten sie sich mit Tarzisius, dem Patron der Messdiener. Tarzisius war ein junger Mann im 3. Jahrhundert, der von römischen Soldaten gesteinigt wurde, als er auf dem Weg war, inhaftierten Christen die Kommunion zu bringen.

Den Höhepunkt der Wallfahrt bildete die Generalaudienz mit Papst Benedikt XVI.. In seiner Ansprache richtete er sich an die Messdiener und dankte ihnen für ihr Engagement in den Gemeinden. Zuvor war er im offenen Wagen über den Petersplatz durch die Menge der jubelnden Ministranten gefahren.

Doch nicht nur die Wallfahrt stand auf dem Programm der Münsterbuscher Messdiener. Sie besichtigten ebenfalls die Sehenswürdigkeiten Roms wie die Spanische Treppe, den Trevi-Brunnen oder die Piazza Navona, reisten auf dem Forum Romanum und dem Palatin zurück in die Antike und besuchten den Mittelmeerstrand am Hotelstandort Latina. Dabei war das Wallfahrtsmotto immer aus ganz praktischen Gründen präsent: Bei strahlendem Sonnenschein und über 30 Grad im Schatten waren die zahlreichen Brunnen und Trinkwasserquellen Roms immer für eine Erfrischung willkommen.

Die Stadt Rom war nicht nur in der Nähe des Vatikans und Petersplatzes geprägt vom Messdienertreffen: Überall begegnete man gut gelaunten und singenden Messdienergruppen. Dieser fröhlichen Stimmung tat dann auch der überfüllte U-Bahnsteig keinen Abbruch: Es brandete Jubel auf, als die, ebenfalls überfüllte, U-Bahn endlich in den Bahnhof einfuhr.

Am Freitagnachmittag trafen sich alle 830 Teilnehmer aus dem Bistum Aachen in der Kirche Santa Maria in Aracoeli zum Abschlussgottesdienst. Dort dankte auch Weihbischof Dr. Johannes Bündgens den anwesenden und daheimgebliebenen Messdienern für ihr Engagement in den Gemeinden. Er lobte die Messdiener als Jugendliche, die zuverlässig seien und die mit Mut Zeugnis von ihrem christlichen Glauben ablegten, denn es sei heute keinesfalls leicht, etwa in der Schule zuzugeben, man sei Messdiener.

Schließlich wurden die Messdiener dann selbst zur Touristenattraktion: Nach dem Gottesdienst versammelten sich alle 830 Messdiener aus dem Bistum mit ihren roten Kappen auf der langen Freitreppe vor der Kirche zu einem Gruppenfoto.

„So hat Rom noch nie gebebt”, sang eine Würselener Messdienergruppe, während eine Laola-Welle über die Treppe schwappte und sich zahlreiche Schaulustige an ihrem Ende versammelten. Nach einem Tag und einer Nacht im Bus erreichten die Münsterbuscher Messdiener müde, aber fröhlich und voller unvergesslicher Eindrücke am Sonntagmorgen wieder die Heimat.
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