„So bringt man den Bahnhofausbau nicht voran“

Von: oha
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Stolberg. Die Kritik des Bürgermeisters an der Deutschen Bahn AG bezüglich des „verzögerten“ Ausbaus des Stolberger Bahnhofes kann CDU-Fraktionschef Dr. Tim Grüttemeier nicht nachvollziehen.

„Es handelt sich um ein sehr kompliziertes Projekt, weil eine Vielzahl von Maßnahmen ineinandergreifen müssen. Neben dem Bau des Parkhauses soll der Mittelbahnsteig saniert und ein Übergang vom Parkhaus zum Mittelbahnsteig (der sog. „Skywalk“) geschaffen werden und hierdurch die bisherige Unterführung wegfallen“, so Grüttemeier.

„Besonders problematisch ist, dass mehrere Projektpartner beteiligt sind. Neben der Stadt Stolberg sind die EVS Euregio Verkehrsschienennetz GmbH, die Nahverkehr Rheinland GmbH, das Land NRW, der Bund, die Deutsche Bahn AG sowie zwei Töchterunternehmen der Bahn an diesem Projekt beteiligt.“

Gemeinsam mit Hildegard Nießen (SPD) habe er als Vertreter der Großen Koalition im Stolberger Stadtrat seit mehr als einem Jahr eine Vielzahl von Gesprächen geführt, um dieses Projekt voranzubringen, betont der Christdemokrat. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Helmut Brandt, den der Bürgermeister nun offiziell um Hilfe bitte, sei schon lange in die Gespräche eingebunden. „Des Weiteren wären wir ohne die Mitarbeit der EVS in dem Projekt längst nicht so weit, wie wir heute schon sind“, erklärt Dr. Tim Grüttemeier.

Ferdi Gatzweiler habe bislang an keinem dieser Gespräche teilgenommen. Noch am Montag habe es Verhandlungen gegeben, wie das Projekt deutlich früher umgesetzt werden könne. Dr. Grüttemeier: „Es ist daher nicht nur ein Vertrauensbruch gegenüber allen Beteiligten, wenn der Bürgermeister nur einen Tag später einen öffentlichen Alleingang unternimmt.“

Darüber hinaus habe Gatzweiler der Initiative zur Modernisierung des Bahnhofs damit auch einen Bärendienst erwiesen, da seine Aussagen zum Teil falsch seien und auf wenig Detailkenntnis schließen ließen. So könne man sicher nicht dazu beitragen, dass man an den entscheidenden Stellen in Düsseldorf und Berlin dieses Projekt weiter wohlwollend begleite, zeigt sich auch der Vorsitzende der Stolberger CDU, Jochen Emonds, sichtlich verärgert über die Aussagen von Ferdi Gatzweiler.

Sich im Wahlkampf ausgerechnet über dieses Projekt profilieren zu wollen, sei mehr als unglücklich, so Dr. Grüttemeier. Zumal man damit wichtige Partner der Stadt verprelle.

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