SMS will weiter nach Lösungen suchen

Von: Dirk Müller
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Stolberg. Die Reaktionen auf die Ansage des Vorstands der Gesellschaft für Stadtmarketing Stolberg (SMS) bezüglich der Weihnachtsbeleuchtung waren gemischt. Der Vorsitzende Patric Peters hatte geäußert, die SMS tendiere dazu, kommende Weihnachten auf die Illumination der Innenstadt zu verzichten, was bei dem wiederbelebten Stammtisch der Gesellschaft diskutiert wurde.

 Manche Anwesenden im Hotel Stadthalle zeigten sich verständnisvoll, anderen bereitete die Aussicht auf dunkle Adventstage in Stolberg offensichtlich „Bauchschmerzen“.

„Ich war geschockt, als ich das gelesen habe“, sagte zum Beispiel Georg Braun. Die finanzielle Unterstützung für die Weihnachtsbeleuchtung sei seitens der Stolberger sukzessive schlechter geworden, und inzwischen sei „die Schmerzgrenze erreicht“, erklärte Peters den Vorstoß des SMS-Vorstands: „Wir wollten die Bevölkerung wachrütteln, weil wir nicht mehr wissen, wie wir weiterhin die Kosten für die Beleuchtung aufbringen sollen.“

Eine nicht einladende, unweihnachtlich düstere Kupferstadt zur Weihnachtszeit sei selbstverständlich keine Lösung dieser Problematik, sondern vielmehr die letzte Konsequenz, die aus der mangelhaften Beteiligung besonders der Geschäftsleute, die von der Weihnachtsbeleuchtung profitieren, resultiere.

Alle Anwesenden sprachen sich nach regem Austausch einhellig dafür aus, dass diese „letzte Konsequenz“ abgewendet und stattdessen nach Lösungen für die Finanzierung gesucht werden soll. Zumal in diesem Jahr neue Möglichkeiten entstanden seien, wie Marita Matousek ausführte:

„Altstadt und Burg können auch weihnachtlich beleuchtet werden, wobei die Städteregion die Hälfte der Kosten übernehmen würde. Das ist eine große touristische und wirtschaftliche Chance für Stolberg.“ Brächte man den eigenen Anteil dafür nicht auf und verzichtete auf die Weihnachtsbeleuchtung, würden diese Chance und mehr als 12000 Euro „verschenkt“ werden.

Politik bleibt fern

Erste Ideen zur Finanzierung wurden gesammelt, und konkretere Pläne sollen bei den kommenden SMS-Stammtischen (siehe Infokasten) geschmiedet werden. Dann vielleicht auch mit Impulsen aus der Politik – zu diesem Treffen seien zwar alle Fraktionen eingeladen worden, aber kein Vertreter war zugegen. Dennoch war der Versuch der Wiederbelebung des SMS-Stammtisches ein Teilerfolg: 14 Anwesende übten den konstruktiven Dialog, darunter auch zwei Vertreter der Veranstaltergemeinschaft der Kinder- und Partymeile Mühle im Rahmen der Stadtparty, so dass Ober- und Unterstolberg an einem Tisch saßen.

Mit einer Stimme sprechen

Dies sei kein schlechter Anfang, aber „wir sind meiner Meinung nach noch zu schwach aufgestellt. Die Stolberger Geschäftsleute müssen viel mehr mit einer Stimme sprechen“, mahnte Peters. Der SMS-Vorsitzende erläuterte in einem weiteren Themenblock des Abends die Situation um die verkaufsoffenen Sonntage, die nun an eine zeitgleich stattfindende Veranstaltung gekoppelt sein müssen. „Wir haben die Sonntage von ,Stolberg goes Africa‘ und der Stadtparty sowie den ersten Adventssonntag, an dem wir weniger ,Konkurrenz‘ der Nachbarstädte sehen, angemeldet.“

Kaum lukrativ

Veranstaltungen wie die Stadtkirmes oder das Nudelbuffet als Rahmen würden die Gewerbetreibenden für kaum lukrativ halten, so dass die Gesellschaft für Stadtmarketing in 2013 nur drei der vier möglichen verkaufsoffenen Sonntage für die Stolberger Innenstadt angemeldet habe. Die diesjährige Lücke könnte ein „Dämmershopping“ schließen.

„Wenn wirklich viele Geschäfte mitziehen, kann das Dämmershopping ein Erfolgsmodell werden“, sagte Peters mit Blick auf den gewünschten Termin: Die bereits etablierte Museumsnacht, bei der sehr viele Menschen in Stolberg unterwegs sind, sei als Basis für das Gelingen des „Dämmershoppings“ favorisiert. Die detaillierte Planung der abendlichen Einkaufsmöglichkeit soll bei dem nächsten SMS-Stammtisch beginnen.

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