Sieben städtische Kitas bleiben vorerst geschlossen

Von: Michael Grobusch
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Auch die städtische Kita in Vicht bleibt aus Sicherheitsgründen vorerst geschlossen. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Die endgültigen Entscheidungen sind erst am späten Nachmittag gefallen. Bis dahin waren Vertreter der Stadt zusammen mit Dachdeckern und Experten einer Spezialfirma unterwegs, um sich auf den neuesten Stand der Dinge in Sachen Schnee zu bringen.

Die Begutachtungen ergaben letztlich nicht viel Neues, die im Internet veröffentliche Liste mit gesperrten städtischen Gebäuden wurde zwar aktualisiert, aber im Grunde kaum geändert. Denn trotz des leichten Tauwetters am gestrigen Donnerstag wirken aufgrund der weißen Massen immer noch enorme Kräfte auf den Dächern.

„Sicherheit geht vor”, hieß deshalb im Rathaus die Devise. „Das Gewicht bleibt relativ konstant, es ei denn, der schmilzende Schnee kann abtauen”, erklärte Fachbereichsleiter Josef Braun. Weil sich der Temperaturanstieg aber bis dato noch in engen Grenzen gehalten hat und zudem viele Regenrinnen und Fallrohre vereist sind, ist eine deutliche Entspannung der Lage vorerst nicht zu erwarten.

Für das praktische Leben bedeutet dies, dass beispielsweise die Bürgerhäuser im Stadtgebiet ebenso geschlossen bleiben wie sämtliche Sporthallen. Somit muss auch manche Feier am heutigen Silvesterabend ausfallen oder verlegt werden. Eine Ausnahme bildet alleine das Kulturzentrum Frankental. Hier wurde die Lage als unbedenklich eingestuft.

Das gilt hingegen längst nicht für alle Kindertagesstätten. Geschlossen bleiben - wahrscheinlich am Montag und Dienstag - die städtischen Einrichtungen in Vicht, Gressenich, Schevenhütte, am Tomborn, im Steinweg, in der Bertholdstraße und im Pirolweg. Das Personal soll auf die übrigen Kitas verteilt werden, ebenso wie die betroffenen Kinder. „Wir bitten aber die Eltern, die nicht unbedingt auf einen Betreuungsplatz angewiesen sind, ihre Kinder zuhause zu lassen”, erklärte Jugendpfleger Josef Offergeld.

„Wir müssen zwei Dinge beachten”, gab Josef Braun derweil zu bedenken. „Wir müssen Personen vor Schäden schützen, was durch Sperrungen möglich ist. Und wir müssen versuchen, Vermögensschäden zu verhindern.” Deshalb sollen ab Montag zunächst die großen und somit auch teuren Immobilien der Stadt schrittweise von der Schneelast befreit werden.

Ganz oben auf der Liste stehen die Mehrzweckhalle in Vicht, die Sporthalle Glashütter Weiher und die Turnhalle der Grundschule Höhenstraße. In diesen drei und auch noch in weiteren Fällen soll der Schnee von einem Spezialunternehmen abgesaugt werden. Spätestens zum Ferienende sollen dann alle Schul- und Sportgebäude wieder nutzbar sein - mit Ausnahme der Halle Glashütter Weiher, wo die Sanierung noch nicht abgeschlossen ist.

Wirklich kalkulierbar ist die Lage allerdings nicht, räumte Josef Braun ein. „Es sind weitere Niederschläge gemeldet. Außerdem soll es zu Wochenbeginn wieder kälter werden”, nennt der Fachbereichsleiter zwei Unbekannte in der schwierigen Rechnung.

Der Winter dürfte also weiter einen erheblichen Einfluss auf das tägliche Leben in Stolberg nehmen. Eine gewisse Flexibilität werden die Bürger deshalb auch zu Beginn des neuen Jahres aufbringen müssen.
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