Stolberg-Breinig - Sicherheit der Kinder steht für Anwohner an erster Stelle

Sicherheit der Kinder steht für Anwohner an erster Stelle

Von: Jessica Küppers
Letzte Aktualisierung:
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Gut besucht war die Bürgerbeteiligung zum geplanten Ausbau des Eschenwegs in Breinig. Foto: J. Küppers

Stolberg-Breinig. Dass der Eschenweg in Breinig saniert werden muss, ist kein Geheimnis. Der Unterbau ist marode und der dünne Fahrbahnbelag weist zahlreiche Schlaglöcher und Haarrisse auf. Auch der Schotterweg, der bislang als Gehweg dient, muss dringend befestigt werden, damit Rollstuhlfahrer und Senioren mit Rollatoren nicht mehr die viel befahrene Fahrbahn nutzen müssen.

Doch wie die Anliegerstraße künftig aussehen könnte, bietet weiterhin viel Diskussionsstoff. Deshalb hat die Stadtverwaltung am Mittwochabend eine Bürgerversammlung in der Grundschule organisiert, um die Entwürfe zu erläutern und Ideen der Anwohner zu besprechen.

Kopfzerbrechen bereitet den Anwohnern im Abschnitt zwischen Weißdornweg und „Alt Breinig“ vor allem die Parksituation. „Die Fotos sind tagsüber entstanden, abends ist da alles zugeparkt“, sagt Anwohnerin Doris Engels-Schröter. Ursprünglich sollten in diesem Bereich, der an Wohngebiete grenzt, zwei schmale Gehwege zur Schulwegsicherung gebaut werden.

Das sei nach Meinung der Anwohner allerdings nicht sinnvoll. Stattdessen würden sie für einen Gehweg plädieren, der breit genug für Kinderwagen und Rollstühle ist. Zudem würden Kinder sowieso immer in Gruppen über den Gehweg gehen und sich nicht auf zwei Wege aufteilen. Als Nebeneffekt wäre zudem mehr Platz für Parkplätze an dieser Engstelle. Der Verkehr soll dort nicht als Einbahnstraße, sondern wie bisher geregelt werden.

Im Abschnitt zwischen Weißdornweg und Kastanienweg sind die Probleme andere. Anwohner Anton Greven sagt: „Die Hauptprobleme sind der Schulweg und der Lkw-Verkehr, die Gestaltung der Bordsteine ist da nicht so entscheidend.“

An dieser Stelle sei es für Schulkinder sehr gefährlich, weil viele Lastwagen, die den benachbarten Baumarkt beliefern müssen, versuchen in der schmalen Kreuzung Weißdorn-/Eschenweg zu wenden oder zurücksetzen. Die Anwohner sind sich einig, dass sich an dieser Situation etwas ändern müsse, um die Schulkinder nicht zu gefährden. Der Vorschlag eines Zebrastreifens wurde von der Verwaltung zurückgewiesen, weil dieser dort nicht mit der Straßenverkehrsordnung kompatibel sei. Dennoch wolle man sich Gedanken über Querungshilfen machen.

Bei der Versammlung wurde eines deutlich: Die Gestaltung des Eschenwegs liegt den Anwohnern am Herzen und das liegt nicht zuletzt daran, weil sie laut Kommunalabgabengesetz als Anliegerstraße mit 70 Prozent für Fahrbahn und Nebenanlagen an den Kosten für die Sanierung beteiligt werden. Die Beitragseinheit liegt bei rund elf Euro pro Quadratmeter. Eine erste Schätzung entsprechend der Grundstücksgröße konnte vor Ort bereits eingeholt werden. Der genaue Betrag richtet sich nach der Spitzabrechnung. Insgesamt werden die Baukosten auf etwa 700.000 Euro geschätzt.

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