Show aus Musik und Licht als Balsam für die Seele

Von: mlo
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Mit seiner Musik- und Lichtshow begeisterte Ean Gidman die Zuschauer. Foto: M.L.Otten

Stolberg-Breinig. „Music of the light“ heißt die Show von Ean Gidman, der seit nunmehr sieben Jahren die Menschen in der Breiniger Pfarrkirche St. Barbara am Ende der Weihnachtszeit noch einmal verzaubert. Viele Zuschauer hatten dem Schneewetter getrotzt und waren aus Nah und Fern gekommen, um sich diese Show, die der Künstler eigens für das Breiniger Neujahrskonzert zusammengestellt hatte, nicht entgehen zu lassen.

Die Schmusemusik auf dem Saxophon oder der Querflöte, gepaart mit der stimmungsvollen Lichtshow, entführte die Menschen in eine Welt, in der sie Ballast abwerfen und zur Ruhe kommen konnten. Es war Balsam für die Seele. In dem Programm, einer bewährten Mischung aus Klassik und Moderne, fanden sich alle Generationen wieder. Da gab es Liebeslieder aus den Musicals „Beauty and the Beast“ und „König der Löwen“, da durfte innerlich mitgetanzt werden beim „Riverdance“ aus Irland, bei der Rumba „Just the Two of Us“ und dem „Ungarischen Tanz Nr. 5“ von Brahms.

Besondere Freude kam auf bei Bachs Choral „Jesus, bleibet meine Freude“ und beim „Halleluja“ von Cohen, das am Ende auf Wunsch vieler Fans noch einmal wiederholt wurde. Aufbauenden Optimismus zeigte Gidman in „Conga“ von Gloria Estafan und in Glenn Millers „In the mood“.

Freundschaft mit dem Breiniger Publikum bekundete Gidman mit Carole Kings geschriebenen „You‘ve Got a Friend“ und „Know you by Heart“. Ein Abstecher in die Trollfjorde in Norwegen erinnerte ihn seinerzeit an Griegs Peer Gynt-Suite Nr 1. „In der Halle des Bergkönigs“ wurde von vielen Künstlern aufgegriffen, und auch Gidman wusste dieses Stück wirkungsvoll zur Geltung zu bringen.

Nach lang anhaltendem Applaus ließ er sich zu zwei Zugaben bewegen. Darunter war der von Peter Maffay bekannte Song „Über sieben Brücken musst Du gehen“, den er zusammen mit dem Publikum sang und mit einem markanten Saxophonsolo unterlegte.

In diesem wunderbaren Zusammenspiel von Liedern und Licht fasziniere ihn der Mensch, der sich das alles ausgedacht habe, so Pfarrer Lühring am Ende der Veranstaltung. Dass alles so einfach aussieht, sei nicht selbstverständlich. Es habe Gidman viel Zeit am Computer gekostet, und dies in Stunden oder Wochen festzulegen, sei nicht möglich.

Die Arrangements hat er selbst geschrieben und programmiert. Stundenlang saß er am Computer und tüftelte die Choreografie dazu aus, denn Lautstärke und Tempowechsel in ständig neuem Licht müssen mit dem Solospiel übereinstimmen. Und auch die Nebelmaschine muss an der richtigen Stelle funktionieren.

Gidman ist nicht nur Experte in Sachen Musik und Farben, auch muss er um die Handhabung der Anlage wissen, die er stets verbessert hat. So reiste er 2011 schon um zehn Uhr morgens mit drei weiteren Kollegen und drei Autos nach Breinig an, um das Equipment für den Abend aufzubauen. In diesem Jahr kam er um 13.30 Uhr alleine mit seiner neuen Ausrüstung und schaffte es in gerade einmal eineinhalb Stunden, alles für den Abend herzurichten.

„Das Mischpult zum Beispiel ist heute noch einen halben Schuhkarton groß und wiegt nur noch ein Kilo“, sagt der sympathische Entertainer. Nach dem Abbau freue er sich auf die schon zur Tradition gewordene Lasagne von Sabine Jansen, um dann nachts die Heimreise nach Euskirchen anzutreten.

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