Senorina aus Messina amüsiert Gressenich

Von: Dirk Müller
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Renate Printz, die verschleier
Renate Printz, die verschleierten „Witwen” Wolfgang Gerlach und Dieter Heipertz sowie die „Wirtin” Ingrid Harren (v. l.) vom Theaterverein Oidtweiler ernten für ihre Komödie viele Lacher in Gressenich. Foto: D. Müller

Stolberg-Gressenich. Der Vertreter für Dessous, Emil (Wolfgang Gerlach), leidet unter dem harschen Regiment seiner Schwester, der Wirtin Emma (Ingrid Harren). Und auch Bäckermeister Silvester Schlitz (Dieter Heipertz) steht unter der Fuchtel seiner dominanten Frau Agathe (Sandra Hombach).

Aber sonst ist die Welt im Gasthof „Zum wilden Eber” in Ordnung. Gemeinsam mit dem Beamten Otto Steinbeißer (Peter Fuhren), der Emma liebend gerne ehelichen möchte, trinkt man gerne schon zur Frühstückspause ein Bierchen, und „Wölfi” (Gino Keuter), der Neffe der Wirtin, wird den Gasthof eines Tages übernehmen.

Auch der neue Gast Robert Kummer (Hans Esser) bringt den gewohnten Gang der Dinge nicht ins Wanken - anders dagegen die Ankunft der jungen Isabella del Saliba (Michelle Puschner). „Wölfi” verliebt sich in „die Senorina aus Messina”, was wiederum herbe Enttäuschung bei Silvesters Tochter Traudl (Martina Hacking) hervorruft. Doch Emil und Silvester bereitet vor allem der Grund für Isabellas Aufenthalt große Sorgen: Sie ist auf der Suche nach ihrem leiblichen Vater, von dem sie nur weiß, dass er aus der Umgebung des „wilden Ebers” stammt.

Die Kumpane erinnern sich an einen Italienurlaub vor zwei Jahrzehnten, insbesondere an ein Techtelmechtel, das beide mit einer gewissen Felicitas Rehbein hatten. Prompt übermannt sie die Angst davor, rückwirkend für 20 Jahre Alimente zahlen zu müssen. Als sich der Besuch von Felicitas del Saliba, geborene Rehbein (Renate Printz), ankündigt, verwandeln sie sich in die trauernden Witwen „Emilie” und „Silvie”, um der etwaigen Vaterschaft zu entkommen. Was sie nicht wissen: Isabella hat von ihrem Stiefvater mehrere Millionen geerbt und möchte ihren leiblichen Vater am Reichtum teilhaben lassen...

„Die Senorina aus Messina” präsentierte der Theaterverein 1985 Oidtweiler am Wochenende im Gressenicher Pfarrheim in einer amüsanten und kurzweiligen Inszenierung. Das Publikum genoss in zwei gut besuchten Aufführungen den Schwank von Wilfried Reinehr und zollte den überzeugenden Darstellern mit vielen Lachern und häufigem Szenenapplaus Tribut. Unter der Regie von Dieter Heipertz traf der Theaterverein den Geschmack der Zuschauer mit einer gelungenen Mischung aus Situationskomik und Wortwitz, glänzte durch Spielfreude und darstellerische Qualitäten der Akteure in einer liebevoll gestalteten Kulisse und erntete lautstarken Beifall für die unterhaltsame Darbietung.
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