Seniorenzentrum: Geschäftsführer legt Amt nieder

Von: Laura Beemelmanns
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Die Pläne für das neue Pflegeheim liegen schon vor. Im Juli soll es losgehen. Sascha Saßens (r.) Nachfolger soll unter anderem dieses Projekt betreuen. Bürgermeister Tim Grüttemeier und Saßen suchen nun gemeinsam einen geeigneten Kandidaten.

Stolberg. Nach fünf Jahren soll in diesem Sommer nun Schluss sein. Diplom-Pflegewirt Sascha Saßen legt als Geschäftsführer des Seniorenwohn- und Sozialzentrums Stolberg auf der Liester sein Amt nieder. Bereits im August wird er von seinen Aufgaben entbunden und eine neue berufliche Herausforderung annehmen. Und man kann es ihm kaum verübeln, denn Saßen hat diese fünf Jahre als Pendler verbracht.

Von Sprockhövel, eine Stadt im südlichen Ruhrgebiet, ist er jede Woche mehrfach rund 120 Kilometer nach Stolberg gefahren – und wieder zurück. In Teilzeit hat er die Seniorenwohn- und Sozialzentrum Betriebsführungs-GmbH am Amselweg, welche sich in städtischer Hand befindet, geleitet und aus einer eher schwierigen Phase in die Zukunft gebracht. Nun hat er sich für einen neuen beruflichen Weg entschieden. Und hinterlässt seinem Nachfolger ein Projekt, das angelaufen sei und von nun an nur noch begleitet werden müsse.

Die Botschaft seines Abgangs hat Saßen den Fraktionsvorsitzenden im Rat und dem Betriebsrat sowie der Belegschaft des Zentrums am vergangenen Freitag überbracht. Seine Stelle wird nun online als auch analog in der Zeitung ausgeschrieben und Saßen wird so lange im Amt bleiben, bis seine Nachfolge geklärt ist. „Wir sind auch traurig, dass Herr Saßen geht. Er hat stets im Interesse der Gesellschaft und der Stadt gehandelt und das Haus zukunftsfähig gemacht“, sagt Bürgermeister Tim Grüttemeier.

Das war schließlich nicht immer der Fall. Im Jahr 2004 drohte dem Seniorenzentrum die Zahlungsunfähigkeit. Im Jahr 2011 hatte der Hauptausschuss 50.000 Euro bereitgestellt als Vorschuss auf das Defizit, das beim Jahresabschluss für das Jahr 2010 entstand. Hinzu kamen immer wieder wechselnde Geschäftsführer und Heimleiter. Nachdem Heim- und Pflegedienstleiter Willi Wolters und Geschäftsführer Harold van Donzel Ende des Jahres 2010 zudem ihren Abgang verkündeten, war es Saßen, der die Stelle vorerst übernahm und den weiten Weg auf sich nahm – den mit dem Auto und den, den das Seniorenwohn- und Sozialzentrum zu gehen hatte.

Nun, rückblickend, verbinde man mit dem Zentrum wieder gute Zeiten. „Das Haus ist in ruhigem Fahrwasser“, sagt Grüttemeier. Der Blick in die Zukunft falle positiv aus.

Dienstantritt im September

Dienstantritt des neuen Geschäftsführers soll der 1. September sein. Die Bewerbungsfrist laufe noch bis einschließlich zum 20. Mai. Dann werden die Bewerbungsgespräche geführt. Dieses Mal soll die Stelle nicht in Teil-, sondern in Vollzeit vergeben werden. Dann allerdings als Kombination aus Geschäftsführung und Heimleitung. Denn auch das Amt des Heimleiters sei im geplanten Zeitraum vakant.

Saßen wolle seinem Nachfolger auch nach seinem Ausscheiden noch mit Rat und Tat zur Seite stehen. „In all den Jahren ist mir die Einrichtung auch ans Herz gewachsen“, sagt er.

Besonders wichtig sei Grüttemeier und Saßen, dass „alles so bleibt, wie es ist“. Für die Bewohner und Mitarbeiter solle der Wechsel an der Spitze keinerlei Auswirkungen haben. Die Mitarbeiter behielten ihren Arbeitsplatz und die Bewohner ihren Wohnort.

Auch der geplante Neubau der Pflegestation auf dem Gelände der Probst-Grüber-Schule sei in trockenen Tüchern. Saßens Nachfolger müsse die Arbeiten lediglich begleiten. In die Wege geleitet habe man bereits alles.

Anstelle des Schulgebäudes soll dort bis zum August 2018 eine Senioreneinrichtung mit 80 Pflegeplätzen sowie einer Tagespflegestation inklusive aller dafür erforderlichen Anlagen entstehen, die für bis zu 25 Jahre an die städtische Seniorenwohn- und Sozialzentrum Betriebsführungs-GmbH vermietet wird.

Die Pläne für dieses Gebäude liegen bereits vor. „Dieses Mal bauen wir es wirklich“, sagt Bürgermeister Grüttemeier.

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