Seniorenzentrum entsteht in Alt Breinig

Von: Jürgen Lange
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Noch dient die ErweiterungsflÀ
Noch dient die Erweiterungsfläche des Breiniger Friedhofes als Weide für Pferde. Jetzt will die Stadt die planerischen Grundlagen für einen Investor schaffen, der eine Seniorenresidenz mit Pflege und betreutem Wohnen errichten möchte. Foto: J. Lange

Stolberg. Es ist kaum ein halbes Jahr her, als die SPD die Idee präsentierte, neben dem Breiniger Friedhof eine Seniorenresidenz zu errichten. Bereits auf seiner Sitzung am 8. Dezember soll der Ausschuss für Stadtentwicklung den Einstieg in die Bauleitplanung für das Projekt beschließen.

Entstehen soll ein Heim mit bis zu 100 Plätzen - drei Viertel davon auf 1900 Quadratmetern im Pflegebereich sowie 25 Plätze auf 1200 Quadratmetern für betreutes Wohnen. Es wird mit einer Investition in Höhe von etwa 8,5 Millionen Euro gerechnet. Etwa 60 Teil- und Vollzeitarbeitsplätze sollen entstehen.

Knapp 12.000 Quadratmeter groß ist die bisherige Weide, die bislang als Erweiterungsfläche für den Friedhof vorgesehen war. Die im vergangenen Jahr von der Verwaltung vorgenommene Untersuchung zum Bestattungswesen hat jedoch ergeben, dass aufgrund des Trends zu neuen Beisetzungsformen und aktualisierter Bedarfsprognosen auf einen Teil der Reservefläche in Breinig verzichtet werden kann. Rund 6200 Quadratmeter sollen nun für die Realisierung des Seniorenprojektes bereitgestellt werden.

Da das Gelände in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Baudenkmal Stockemer Hof wie auch am denkmalgeschützten Straßenzug Alt Breinig liegt und von diesen maßgeblich geprägt wird, soll die Aufstellung des Bebauungsplanes „direkt in enger Abstimmung mit den Denkmalbehörden erfolgen”, kündigt Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt an, „um eine für alle Seiten verträgliche städtebauliche und architektonische Lösung zu finden”. Angedacht ist ein zweigeschossiges Gebäude plus Dachgeschoss.

Den Kontakt zu dem Investor hatte Willi Claßen von der örtlichen SPD geknüpft: „Es liegen sogar schon zahlreiche Anfragen vor”, sagte Claßen. Die Lage in Breinig mit seiner guten Infrastruktur auf der einen Seite sowie seiner städtebaulich und landschaftlich reizvollen Lage sei bestens geeignet. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung bietet die Seniorenresidenz sicherlich auch vielen betagten Breinigern die Möglichkeit, ihrem Heimatort treu zu bleiben, wenn ihre Lebenssituation einer umfassenden Betreuung bedürfe. Denn die geplante Seniorenresidenz ist die erste Einrichtung dieser Art in dem Stadtteil.

Die Aufstellung des Bebauungsplanes soll in Form eines beschleunigten Verfahrens erfolgen und gilt als Entwicklung des Innenbereiches des Stadtteils. Bei diesem Vorgehen kann zwar auf eine förmliche Umweltprüfung und auf ökologische Ausgleichsmaßnahmen verzichtet werden, gleichwohl müssen im Rahmen des Verfahrens sämtliche Belange von Umwelt- und Naturschutz abgewogen werden. Die Planungskosten sollen zunächst von der Stadt getragen, aber im Rahmen der Veräußerung der Grundstücke an den Investor refinanziert werden. Nach einem positiven Beschluss im Ausschuss für Stadtentwicklung kann der Stadtrat am 13. Dezember das Verfahren einleiten.
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