Seniorenzentrum am Amselweg hat neuen Eigentümer

Von: Michael Grobusch
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Das Seniorenzentrum am Amselweg hat einen neuen Eigentümer. Für die Bewohner soll sich jedoch nichts ändern.

Stolberg. Für das Seniorenzentrum am Amselweg tun sich völlig neue Perspektiven auf: Nach etlichen Jahren der vergeblichen Suche hat sich jetzt überraschend ein Käufer gefunden für Stolbergs größte Alteneinrichtung: Die City Projekt GmbH Unternehmensberatung mit Sitz in Montabaur hat die Immobilie von der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) erworben.

Das hat Patrick Aldorf am Dienstag auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt. „Ja, wir haben die Immobile gekauft und auch schon bezahlt“, erklärte der Geschäftsführer, der in der kommenden Woche zu einem ersten persönlichen Gespräch mit Bürgermeister Tim Grüttemeier und dem Geschäftsführer der städtischen Betriebsführungsgesellschaft Sascha Saßen, in Stolberg erwartet wird. Dann wird es darum gehen, welche Pläne der neue Eigentümer für die mittlerweile 37 Jahre alte Einrichtung hat, die fast 400 Senioren in 152 Appartements und zwei Pflegestationen ein Zuhause bietet.

„Wir werden das Haus sicherlich nicht schließen, sondern investieren“, betonte Aldorf, der mit seinem Unternehmen nach eigenen Angaben Immobilien in ganz Deutschland besitzt und betreibt. Eine Verbindung zur Kupferstadt gab es bislang noch nicht. Entstanden ist sie nun durch die Ausschreibung der LEG, die sich schon seit 2005 um einen Eigentümerwechsel bemüht hatte. Der war aus Sicht von Politik und Verwaltung allerdings stets an dem zu hohen Preis gescheitert – gefordert wurden angeblich 7,8 Millionen Euro.

Wie viel die City Projekt GmbH bezahlt hat, wurde am Dienstag verständlicherweise nicht kommuniziert. Dem Vernehmen nach war das Geschäft aber daran gekoppelt, dass die LED zunächst eine Reihe von Mängeln beseitigen musste, ehe der Kaufvertrag rechtskräftig wurde.

Dass die Stadt das Seniorenzentrum auch weiterhin betreiben wird, ist für Tim Grüttemeier sehr wahrscheinlich. „In einem ersten Vorgespräch hat der neue Eigentümer großes Interesse an einem langfristigen Mietvertrag bekundet“, berichtet der Bürgermeister. Diese Nachricht dürfte vor allem für die Bewohner von großer Bedeutung sein.

In welcher Größenordnung sich die angekündigten Investitionen bewegen werden, bleibt ebenso abzuwarten wie deren Auswirkungen auf die zukünftig zu zahlende Pacht. Erledigen könnte sich indes der immer wieder diskutierte Bau einer neuen Pflegestation. „Unsere Planungen laufen noch. Aber wir tendieren dazu, die Probleme im Bestand zu lösen“, so Patrick Aldorf. Gemeint sein dürften damit in erster die ungünstige Aufteilung des Pflegebereichs auf zwei Etagen und die unzureichende Zahl von Einzelzimmern.

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