Seniorenwohnpark Mausbach: Pläne werden gründlich geprüft

Von: Michael Grobusch
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Welche Perspektiven bieten sich für die alte Bürgermeisterei und Hubert Schüller in Mausbach? Derzeit läuft das - offenbar nicht ganz einfache - Baugenehmigungsverfahren bei der Stadt Stolberg. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Salopp formuliert kann man sagen: Die Stadt steigt Hubert Schüller aufs Dach. Denn um eben dieses bzw. um das, was darunter sein wird, geht es bei dem derzeit laufenden Genehmigungsverfahren für den Um- und Ausbau der alten Bürgermeisterei in Mausbach.

Kopfzerbrechen bereiten der Verwaltung dabei weniger die Pultdächer, die anstelle der eigentlich geplanten Satteldächer die beiden noch zu bauenden Gebäude abdecken sollen.

Knackpunkt ist vielmehr, dass darunter ein komplettes viertes Geschoss vorgesehen ist. Das würde den Neubauten eine enorme Dimension verleihen, die in einem bedenkenswerten Kontrast zu dem angrenzenden historischen Gebäude der Bürgermeisterei steht.

„Wir stufen das Vorhaben grundsätzlich positiv ein, müssen es aber gründlich prüfen”, betont der Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt. Seinen ursprünglichen Zeitplan, der eine Fertigstellung des angestrebten Seniorenwohnparks bis Ende 2009 vorsah, hat Schüller deshalb mittlerweile verworfen.

Gerüchten, das gesamte Projekt stehe vor dem Aus, widerspricht er aber mit Entschiedenheit. „Das Interesse für den Wohnbereich ist riesengroß, und die zukünftigen Nutzer der Gewerbeflächen und Praxisräume stehen bereits fest”, hockt nach eigener Aussage nicht nur der Investor in den Startlöchern.

28 Wohnungen für betreutes Wohnen mit einer Größe von 40 bis 55 Quadratmetern sowie eine Pflegewohngruppe mit sechs weiteren Einheiten sehen die Planungen für den Seniorenpark an der Gressenicher Straße vor.

Hinzu kommen eine ärztliche Gemeinschaftspraxis und ein Sanitätshaus. Der Platz soll durch den Bau zweier neuer Gebäudekomplexe geschaffen werden, die sich rechts und links an die alte Bürgermeisterei anschließen.

Zuvor müssen die derzeit noch vorhandenen, aber nicht mehr genutzten Neben- und Hintergebäude abgerissen werden. Mit Hilfe von Pultdächern sollten die Raumkapazitäten im neuen Teil des Seniorenparks optimiert werden.

Das historische Haupthaus wiederum soll die Verwaltung, Teile des mobilen Pflegedienstes, den Schüller als Betreiber einer Senioreneinrichtung in Gressenich bereits anbietet, und eine öffentlich zugängliche Gastronomie beheimaten.

„Es geht um Detailfragen, in denen wir bestimmt noch eine Einigung erzielen werden”, verbreitet Hubert Schüller Zuversicht. Gleichwohl räumt er ein, dass ihn die Vorbehalte des städtischen Planungsamtes irritieren. Bleibt abzuwarten, ob es am Ende zu Einschränkungen kommen wird.

Denn allem Optimismus zum Trotz gibt Hubert Schüller zu bedenken: „Bei einer anderen Konstruktion würden sechs Wohnungen wegfallen. Dann wäre die Wirtschaftlichkeit des geplanten Modells in Frage gestellt.”

Neue Planungen und Kalkulationen würden in diesem Fall erforderlich - eine weitere Verzögerung des Baubeginns wäre programmiert. Derlei Überlegungen will Schüller allerdings derzeit nicht vertiefen, zumal er offensichtlich keinen besonderen Zeitdruck verspürt, auch wenn er, wie er bereits 2008 betonte, einen „großen Bedarf an bezahlbarem betreutem Wohnen in Mausbach” ausgemacht hat.

Die Bezirksbeamten der Polizei können die Entwicklung derweil ganz entspannt verfolgen. Ihnen hat Schüller frühzeitig ein „Bleiberecht” in der alten Bürgermeisterei zugesichert - unabhängig davon, wann und wie der Seniorenwohnpark realisiert werden kann.
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