Stolberg - Senioren in Stolberg sind aktiver denn je

Senioren in Stolberg sind aktiver denn je

Von: Thomas Waltl
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Rund 30 Senioren aus der Kupferstadt machten sich bei herrlichstem Wanderwetter auf den Weg durch den Würselener Wald. Organisiert wurde die Wanderung von der AG SPD 60 plus. Foto: T. Waltl

Stolberg. Wanderschuhe, bequeme Kleidung, eine Kappe für den Sonnenschutz, ein Schirm für unangenehmere Stunden – die rund 30 Bürger, die sich am frühen Vormittag am Forsthaus Weiden bereitgemacht hatten, um sich kurz darauf auf die vier Kilometer lange Wanderstrecke im Würselener Wald zu begeben, waren für alle Fälle gewappnet.

Es herrschte eine angenehme Stimmung, die Wanderer begrüßten sich gegenseitig, tauschten Neuigkeiten aus und auch der ein oder andere Spaß durfte natürlich nicht fehlen. Das perfekte Wanderwetter war dann noch das Tüpfelchen auf dem i.

Veranstaltet wurde der Waldspaziergang von der Stolberger Arbeitsgemeinschaft (AG) SPD 60 plus. Doch was steckt eigentlich genau hinter der AG 60 plus? Sie ist eine von vier Arbeitsgemeinschaften des SPD Stadtverbandes Stolberg und gleichzeitig ein Sprachrohr für die Senioren. Vorsitzender der AG ist Rolf Engels. Und das schon seit zehn Jahren, also seit der Wiedergründung. Denn bereits 1992 gab es eine Gemeinschaft, die aber kurze Zeit später wieder einschlief.

Seit 2005 spielt die rund 50 Mitglieder zählende AG 60 plus eine wichtige Rolle bei vielen Senioren der Kupferstadt. Denn die Gemeinschaft bietet das ganze Jahr über ein abwechslungsreiches Programm an. Die Politik spielt zwar auch eine Rolle, ist aber nur ein Thema von vielen. Ein Blick auf die Aktivitäten der AG in den vergangenen zwölf Monaten macht das mehr als deutlich.

Ob einer Führung durch den historischen Kohlbusch mit Hobbyhistoriker Toni Dörflinger, Besuche von Museen und Unternehmen wie einer Printenbäckerei in Aachen oder auch Mehrtagesausflüge wie in diesem Jahr nach Straßburg – für jeden ist etwas dabei. Für eine Teilnahme bei den Veranstaltungen ist weder eine Mitgliedschaft bei der SPD noch bei der AG 60 plus notwendig. Alle interessierten Bürger sind immer eingeladen.

Neben Veranstaltungen, bei dem vor allem das gesellschaftliche Beisammensein und der Spaß im Vordergrund stehen, erfolgen durch die Arbeitsgemeinschaft auch Informationen zu wichtigen Themen wie Rente, Gesundheit und Verbraucherfragen. So fand in diesem Jahr ein Vortrag und eine anschließende Diskussion zum Thema Pflegereform statt.

Was die AG so besonders macht, erklärt der 74-jährige Rolf Engels: „Wir möchten das Leben der Senioren mit dem vielfältigen Angebot bereichern. Die AG 60 plus bietet ihnen die Möglichkeit, gemeinsam mit Gleichaltrigen etwas zu unternehmen, Spaß zu haben und auch etwas Neues zu entdecken. Es heißt ja so schön: ‚Man lernt nie aus.‘“

Auch bei der Wanderung im Würselener Wald galt dieses Motto. Zwar reichte es aus terminlichen Gründen nicht für eine Führung durch den Wald mit dem ortsansässigen Förster, auf Informationen über den Würselener Wald mussten die Teilnehmer dennoch nicht verzichten. Kurzerhand informierte sich Engels selbst und erzählte dann Wissenswertes zu den besonderen Pflanzen und Bäumen im Wald.

Neben den vielen, oft einmaligen Veranstaltungen im Jahr, hat die AG auch einen regelmäßigen Fixpunkt im Kalender. Jeden ersten Mittwoch im Monat trifft sich die Gemeinschaft im Jugendheim Münsterbusch. Dort reden die Mitglieder und die interessierten Bürger über alles, was ihr Herz begehrt. Auch über Dinge, die es für Senioren in der Kupferstadt zu verbessern gilt.

Ein vieldiskutiertes Thema bei den Senioren ist das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln in der Kupferstadt. Denn viele ältere Personen, die nicht mehr so mobil sind, müssen auf Bus und Bahn zurückgreifen. Aber auch Senioren, die zwar Auto fahren könnten, wählen immer häufiger die stressfreie Variante mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Und anlässlich der Wanderung im Würselener Wald kritisierten einige Teilnehmer, dass eine Euregiobahn-Haltestelle fehle, um überhaupt erst zum Wald zu gelangen. Diese Problematik hat auch der Besitzer des Forsthauses Weiden, Willibert Hirtz, schon mitbekommen: „Egal, ob die Benutzer des Waldgebietes aus Stolberg oder aus Verlautenheide kommen, man braucht von den nächsten Bahnhaltestellen locker 20 Minuten, um überhaupt zum Wald zu kommen. Da sollte mal darüber nachgedacht werden, ob man das nicht besser machen könnte.“

Nach der anstrengenden Wanderung stand all dies jedoch erst einmal nicht mehr zur Debatte. Die hungrigen Senioren durften sich über frisch gemachte Reibekuchen freuen. Am Mittwoch, 2. September, gibt es dann zum Thema „Seniorengerechtes Leben in Stolberg“ eine Diskussion mit Robert Voigtsberger, Beigeordneter der Stadt Stolberg.

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