Stolberg - Selbstbestimmung im Alter: Experten unterrichten

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Selbstbestimmung im Alter: Experten unterrichten

Von: mlo
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Sie informierten über Selbstbestimmung im Alter: Benno Schmeing, Joachim Friedemann, Dr. Ulrich Bous, Andreas Schmeitz und Dr. Werner Pfeil (von links). Foto: M.L. Otten

Stolberg. Zu einem Abend über „Selbstbestimmung im Alter und Vorsorge“ hatten der Stolberger Rechtsanwalt Dr. Werner Pfeil und das Versicherungsbüro Joachim Friedemann eingeladen. Eine stattliche Anzahl von Interessierten war in das Museum Zinkhütter Hof gekommen, um sich über das Älterwerden und die damit verbundenen Probleme zu informieren.

Notar Dr. Ulrich Bous sprach zu dem komplizierten Thema „Testamente und Erbverträge“. Er ging den Fragen nach, was geregelt werden sollte und was passiert, wenn nichts geregelt ist. Hier wurden gesetzliche Erbfolge ohne/mit Ehegatte und Kindern ebenso angesprochen wie die Erbfolge in der „Patchwork Familie“. Während die gesetzliche Erbfolge immer der Blutsverwandtschaft folgt, was bedeutet „Das Gut folgt dem Blut“, können im klassischen handgeschriebenen Testament auch andere Menschen bedacht werden.

Was es mit Erbeinsetzung, Vermächtnis, Testamentsvollstrecker und Nießbrauch auf sich hat, erklärte der Referent an Beispielen. Auch Pflichtteil, Erbschaftssteuer, Freibeträge und Probleme beim Erbvertrag mit Personen unterschiedlicher Staatsangehörigkeiten kamen zur Sprache. Rechtsanwalt Andreas Schmeitz erläuterte, wie wichtig Vorsorgevollmacht und Patientenverfügungen sind, damit die Einsetzung eines gesetzlichen Betreuers verhindert wird.

Während die Vorsorgevollmacht nur einmal beantragt werden muss, sollte die Patientenverfügung immer aktuell sein. Von der deutschen Krankenversicherung informierte Benno Schmeing rund um die Pflege. „Da Deutschland immer älter wird, müsse man damit leben, dass die Deutschen mehr Hilfe bräuchten.

Die Angst, kein selbstbestimmtes Leben mehr führen zu können oder für die Familie eine Belastung zu sein, beschäftige ältere Menschen sehr. Dennoch sei eine private Vorsorge wichtig, denn eine völlige Abdeckung durch die staatliche Pflegeversicherung sei nicht geplant gewesen.“

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