Stolberg - Selbst die Euregiobahn ist hier gelegentlich zu schnell

Selbst die Euregiobahn ist hier gelegentlich zu schnell

Von: Jürgen Lange
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An dieser Stelle ist der Radarwagen der Städteregion regelmäßig anzutreffen. Gelegentlich wird auch schon einmal die Euregiobahn auf der benachbarten Vennbahn-Linie vom Messgerät „erwischt“. Foto: J. Lange

Stolberg. Selbst die Euregiobahn wäre hier zu schnell, wenn sie nicht auf ihren Gleisen, sondern auf der daneben verlaufenden Rathausumfahrt fahren würde. In den vergangenen beiden Jahren wurde sie exakt 19 Mal wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen „geblitzt“. Für die Deutsche Bahn ist das Tempo natürlich eine feine Sache, und „Knöllchen“ gibt‘s für sie nicht.

Ganz anders ist die Lage für zahlreiche Autofahrer. Was der Bahn recht ist, darf ihnen noch lange nicht billig sein. Und preiswert sind die Fotoaufnahmen, die die Städteregion auf der Straße „An der Krone“ regelmäßig macht, ohnehin nicht. Tempo 30 gilt dort. Wer bis zu 10 km/h zu schnell ist, zahlt 15 Euro, ab 21 km/h sind‘s bereits 80 Euro nebst einem Punkt in Flensburg, ab 31 km/h wird die Tempo-Überschreitung mit drei Punkten, 160 Euro und einen einmonatigen Fahrverbot „belohnt“.

Bei der Verkehrserhebung im Frühjahr 2010 haben es sieben Autofahrer geschafft, schneller als mit 80 km/h, einer sogar mit mehr als 90 km/h den Parkplatz zu passieren, auf dem seitdem regelmäßig der Messwagen der Städteregion immer noch reichlich „Beute“ macht – wenn auch mit rückläufiger Tendenz. „Die Geschwindigkeitskontrollen zeigen Wirkung“, resümiert Städteregions-Sprecher Robert Flader.

Nach Hinweisen auf die Gefahrenlage auf der Rathausumfahrt hatte die Städteregion im Frühjahr 2010 erst einmal eine Erhebung der Verkehrssituation mit einem Messgerät durchgeführt – ohne Verstöße zu ahnden. „Dabei stellte sich heraus, dass rund 46 Prozent aller gemessenen Fahrzeuge im ahndungsfähigen Bereich unterwegs waren“, sagt Flader. Konkret bedeutet das, dass von 24 725 in Richtung Rathaus fahrenden Fahrzeugen fast jedes zweite mindestens 10 km/h zu schnell fuhr – und damit waren dies weitaus mehr als die 15 Prozent, die erforderlich sind, um eine offizielle Messstelle zur Geschwindigkeitskontrolle einzurichten.

Am 27. Mai des Jahres 2010 stand dann zum ersten Mal auf dem Parkplatz eins der Fahrzeuge, die Autofahrer oft zu spät erkennen, was bei Bedarf mit einem Portrait von Fahrer und Auto nebst Kennzeichen quittiert wird. Dieses neue „Angebot“ musste sich wohl erst noch rumsprechen. Im ersten Jahr wurden insgesamt 10 339 Fahrzeuge gemessen. Knapp 20 Prozent waren zu schnell unterwegs. 1936 wurden mit einem Verwarngeld-, und weitere 66 Fahrzeugführer mit einem Bußgeldbescheid bedacht. Der Spitzenreiter war mit 64 km/h unterwegs.

Mit 62 km/h nur unwesentlich niedriger lag die gemessene Höchstgeschwindigkeit im Folgejahr. Insgesamt 7648 Fahrzeuge wurden an dieser Stelle der Rathausumfahrt gemessen. 904 Fahrer kamen mit einem Verwarngeld davon, weitere 34 rangierten im Bußgeldbereich. Aber mit einem Anteil von 12,3 Prozent lag der Anteil der Temposünder bereits unter dem Vorjahresniveau.

Noch deutlicher bemerkbar beim Fahrverhalten machten sich im vergangenen Jahr die Kontrollen. Auf neun Prozent sank der Anteil der Überschreitungen der vorgeschriebenen 30 km/h. Bei allen Kontrollen im Jahr 2012 wurden insgesamt 11 563 Fahrzeuge gemessen. 1046 Fahrer waren zu schnell unterwegs. Elf von ihnen – dem Spitzenreiter bescheinigte das Messgerät 64 km/h – wurden mit einem Bußgeldbescheid konfrontiert, weitere 1035 kamen mit einem Verwarngeld davon.

Angesichts ihrer Wirkung „werden mobile Geschwindigkeitskontrollen weiterhin auf der Rathausumfahrt erfolgen“, betont Flader, dass sich die Verkehrsteilnehmer an das vorgeschriebene Tempo von maximal 30 km/h halten sollten.

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