Selbst der Papst gibt sich die Ehre in Vicht

Von: Heike Eisenmenger
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Die Damen der Vichter Fußgruppe, die sich als Flammen verkleidet hatten, verteilten so manches heißes Bützchen.
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Den Sonntag wird Uli I. (Laschet) wohl nie vergessen. Der Karnevalsumzug durch Vicht war der Höhepunkt einer tollen Session für den Narrenherrscher der KG Vicht. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Die weißbestrumpften Füße stecken in roten Schuhen, was die Signalfarbe noch stärker zur Geltung bringt. Dazu die weiße Soutane samt passendem Scheitelkäppchen und ein huldvolles Winken – fertig ist der Papst „made in Vicht“.

Der Auftritt des „Pontifex Maximus“ (Franz-Josef Kähmer), chauffiert von einem ebenso würdig wirkenden Kardinal (Ralf Klotz) im schwarz-lila Gewand, war der Brüller beim Vichter Karnevalsumzug. Gelungen war am Sonntagnachmittag aber nicht nur die Kostümierung der beiden Herren, sondern auch das „Papamobil“, in dem der Heilige Vater kutschiert wurde.

Die pfiffigen Karnevalsfans hatten dafür eigenes einen ausrangierten Sessel zum rollenden, jecken Gefährt umfunktioniert. Und das mit viel Liebe zum Detail. So hatte das Gefährt wie das Original sogar ein Dach aus Plexiglas. Kein Wunder, dass bei einer solchen Starbesetzung Petrus gar nicht anders konnte, als den Umzug mit blauem Himmel zu segnen. Bestes Kaiserwetter also für den feinen Umzug, der die Zuschauer in seinen Bann zog.

Begeisterung auf beiden Seiten

Auch wenn der Vichter Umzug mit insgesamt elf Gruppen und Karnevalswagen zu den kleinsten im Stadtgebiet gehörte, so tat das der Begeisterung auf beiden Seiten keinen Abbruch: Die Teilnehmer wurden mit lauten Jubel empfangen, und die Karnevalisten gaben als Dankeschön Vollgas. Auffallend emsig war in der Beziehung eine Gruppe von Damen aus Vicht, deren Mitglieder sich als Flammen verkleidet hatten – die gute Laune hatten diese Frauen offenbar von der Sohle bis zum Scheitel aufgesogen, so munter wie sie waren.

Der gestrige Sonntag war der große Tag für Uli I. (Laschet), Tollität der Vichter Karnevalsgesellschaft „Närrische Lehmjörese“. Der Umzug im eigenen Ort ist halt der Höhepunkt im Leben eines Prinzen. Buchstäblich an seiner Seite hatte er unter anderem Stefan Graff, Haus- und Hofmoderator der Vichter KG.

Graff kommentierte das bunte Treiben im Zug wie auch das am Straßenrand sozusagen live aus dem närrischen Epizentrum. Für die musikalische Untermalung im Live-Format zeichnete sich derweil das Trommler- und Pfeifercorps Zweifall zuständig. Mit von der Partie war auch die jecke IG des Nachbarortes.

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