Sekundarschule: Hürde ist unverändert hoch

Von: gro
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Was wird aus der Kogelshäuser
Was wird aus der Kogelshäuserhauptschule? Um an ihrer Stelle eine Sekundarschule einrichten zu dürfen, müssen nach wie vor 75 Anmeldungen für die fünften Klassen erreicht werden. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Die Zahl 75 bleibt das Maß aller Dinge. Daran hat Schulministerin Silvia Löhrmann im Gespräch mit Bürgermeister Ferdi Gatzweiler keinen Zweifel gelassen. Die Hürde ist also unverändert hoch für die Gründung einer Sekundarschule in Stolberg.

Und dennoch wollen Stadt und Politik nach dem Scheitern in diesem Winter einen neuen Anlauf für das Schuljahr 2012/13 machen.

Der offizielle Antrag ist bereits gestellt, nun laufen die Vorbereitungen auf das Anmeldeverfahren, in dem es die besagte Mindestzahl zu erreichen gilt.

Als Berater der Verwaltung hat Jörg Klein vor den Herbstferien bereits eine große Rund gemacht. „Abgesehen von der Hermannschule, die noch folgen wird, durfte ich das Konzept in den Klassenpflegschaftssitzungen aller vierten Klassen vortragen”, berichtet der Leiter der Kogelshäuserhauptschule und zugleich potenzielle kommissarische Leiter einer Sekundarschule.

Die Resonanz war gut, das Interesse „etwas fokussierter als beim letzten Mal”, weil diesmal nicht parallel auch eine Gesamtschule gegründet wird. „Ich habe noch einmal deutlich akzentuiert, dass es sich bei der Sekundarschule um eine kleine Gesamtschule bis Klasse 10 handelt”, berichtet Klein.

In dieser Klarheit war das allerdings bis dato nicht erwähnt worden. Ebenso wenig wie der Plan der Stadt, neben der Kooperation mit dem Berufskolleg auch eine Zusammenarbeit mit der Gesamtschule einzugehen und so den Übergang in deren Oberstufe zu ermöglichen.

Ob das seine Wirkung zeigen wird, bleibt indes abzuwarten. „Die Klientel ist umfassend informiert und hat auch die Möglichkeit, sich den Schulstandort anzuschauen”, stellt Jörg Klein fest. Zwei Probleme blieben jedoch zunächst: „Wir können keine Sekundarschule im laufenden Betrieb zeigen.” Und: „Der Schulstandort als aktuelle Hauptschule ist für viele Eltern ein erkennbares Hemmnis.”

Das Hemmnis der vorgeschriebenen Anmeldezahl versucht Stolberg derzeit auch durch Gespräche mit Eschweiler zu minimieren. Nach Informationen unserer Zeitung gibt es Bemühungen, die Nachbarstadt für das kommende Schuljahr zu einer Verzichtserklärung zu bewegen. Das hätte vermutlich den Vorteil, dass das Interesse an der Sekundarschule jenseits der Stadtgrenze mangels eigenem Angebot steigen würde.

Wenn Schüler aus Eschweiler, also Nicht-Stolberger, dann - anders als beim ersten Verfahren - bei der anerkannten Mindestanmeldezahl berücksichtigt würden, stiegen die Chancen für die Umwandlung der Kogelshäuserhauptschule in eine Sekundarschule deutlich.
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