Sekundarschule: Am Mittwoch endet die letzte Frist

Von: Michael Grobusch
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Stolberg. Bei ihren Bemühungen, die Sekundarschule in Stolberg doch noch zum nächsten Schuljahr eröffnen zu können, hat die Stadt gestern einen kleinen Erfolg verbucht: Die Bezirksregierung räumt Stolberg eine Verlängerung der eigentlich am vergangenen Freitag abgelaufenen Frist zur Anmeldung ein – allerdings nur bis heute Nachmittag 16 Uhr.

Spätestens dann muss es gelungen sein, 75 Kinder aus dem Stadtgebiet zu finden, die sich verbindlich für die neue Schulform eingeschrieben haben. Anderenfalls wird die Kölner Genehmigungsbehörde den entsprechenden Antrag ablehnen. 66 Anmeldungen waren bis zum Ende der Woche zusammengekommen, zu denen sich zu Wochenbeginn vier Nachzügler gesellt haben. Bleibt eine Differenz von fünf, die die Verwaltung seit gestern Morgen mit erheblichem Aufwand auszugleichen versucht. Unter anderem wurden im Laufe des Tages noch einmal alle Schulen kontaktiert, um möglicherweise Viertklässler ausfindig zu machen, die bisher noch an keiner weiterführenden Schule angemeldet worden sind und somit für die Sekundarschule in Frage kommen könnten.

Von neun konkreten Fällen wusste die Verwaltung am Nachmittag – dem Vernehmen nach fünf Kinder von der Hermannschule sowie jeweils zwei von den Grundschulen Büsbach und Breinig. „Wir werden alle erdenklichen Anstrengungen unternehmen, damit diese Kinder noch angemeldet werden“, erklärte Ferdi Gatzweiler auf Anfrage. Der Bürgermeister hat die Angelegenheit zur absoluten Chefsache erklärt, führte zunächst die Verhandlungen mit der Bezirksregierung und koordiniert nun auch die fieberhafte Suche nach den noch fehlenden fünf Schülern.

In deren Rahmen sollten bzw. sollen auch die Eltern in der Kürze der verbleibenden Zeit kontaktiert werden. „Mir ist vollkommen bewusst, dass wir es mit einer schwierigen Angelegenheit zu tun haben. Aber ich habe versprochen, dass ich um die Sekundarschule kämpfen werde“, zeigte sich Gatzweiler nach wie vor zuversichtlich.

Skeptischer hatte sich zuvor der bei der Bezirksregierung für die Genehmigungsverfahren zuständige Peter Marx gegenüber unserer Redaktion geäußert. „Wenn die Sekundarschule erneut scheitern sollte, müssen wir sicherstellen können, dass die dort angemeldeten Kinder noch an einer anderen Schule einen Platz finden.“ Wohl vor allem aus diesem Grund hat sich das zeitliche Entgegenkommen der Behörde in engen Grenzen gehalten.

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