Seit sechs Jahrzehnten die Altstadt geprägt

Von: Toni Dörflinger
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Jubilarschützen:( v.l.) Achim und Manuela Peters, Franzi Brück, Josef Hollo, Hadda Bouamoud (stellv. Brudermeisterin), Manfred Maintz, Angela Schiefer, Margarete Vitale (Brudermeisterin), Nicole Kminkhoff, Hans-Rolf Funken, Sabine und Erwin Schönhoff, Stephan Maintz, Rebecca Doutrelepont und Jeniffer Maintz sowie die Geschwister Alessandro und Melissa Schönhoff (vordere Reihe). Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Was wäre die Geschichte der Altstadt ohne die „St.-Bernhard- Edelweiß-Schützen“? Sicherlich ein wenig ärmer. Schließlich hat die Bruderschaft, die jetzt ihr 60-Jähriges Bestehen feierte, mit dazu beigetragen, dass das Leben der Altstadtbewohner durch die gesellschaftlichen Aktivitäten der Schützen bereichert wurde.

Dazu gehören gewiss auch das „Baarekloppen“ auf dem Pley-Platz, die Schießwettbewerbe in der Gaststätte „Alt-Stolberg“ (damals Toni Gier) und die Errichtung eines Maibaumes an der Burgstraßenbrücke, heute „Pont de Valognes“.

Die Verbundenheit der Bruderschaft mit der Altstadt wird allein schon dadurch deutlich, dass der Gründer, Heinrich Maintz, aus dem Vogelsang stammte: Er lebte nämlich mit seiner Familie auf dem „Seifenhof“. Fortgesetzt wird das Engagement der „Maintzers“ in den St. Bernhard-Edelweiß-Schützen, die sich anfänglich „Schützenverein Edelweiß Oberstolberg“ nannten, bis zum heutigen Tage.

Zuerst ein Gottesdienst

Schließlich haben zwölf Aktive der Schützen, unter ihnen auch die derzeitige Brudermeisterin, Margarete Vitale, ihre Wurzeln in der inzwischen weit verzweigten Familie Maintz. Begonnen hatten die Jubiläumsfeierlichkeiten mit einem von Pfarrer Hans-Rolf Funken zelebrierten Gottesdienst in der Kirche St. Lucia.

Dort wurde dann auch das so genannte Königssilber gesegnet, das der bisherige König, Stephan Maintz, stellvertretend für den neuen, Achim Peters, entgegennahm.

Proklamiert wurde Peters dann in der Villa Lynen, wo die Schützen die in einem Anbau gelegene Schießhalle zu einem gemütlichen Festsaal hergerichtet hatten. Teilnehmer der Feierlichkeiten waren auch die befreundeten Schützengesellschaften aus Eilendorf, Büsbach, Münsterbusch und der Atsch.

Zur Gestaltung des Festaktes hatten die Schützen ein Programm aufgeboten, zu dem neben Ansprachen einer Verlosung und die Proklamation des neuen Königs Achim Peters gehörten. Die musikalische Untermalung des zweistündigen Programms hatte die aus Eschweiler stammende Kapelle „Spielkameraden Schwarz- Gold“ übernommen. Die Kapelle, eine zwölfköpfige, vorwiegend aus Jugendlichen bestehende Formation, hatte die Jubelgesellschaft auch auf ihrem Weg von der Lucia-Kirche - über Steinweg und Rathausstraße - mit klingendem Spiel begleitet.

Das Verbindende heraus gestellt

Die Proklamation wurde dann von Pfarrer Funken und Margarete Vitale vorgenommen, die von Eberhard Nußbaum, Bezirksbrudermeister, unterstützt wurden. Dabei nutzte Pfarrer Funken die Handlung, um an seine Tätigkeit als Präses von immerhin drei Kupferstädter Schützengesellschaften, die in Münsterbusch, Stolberg-Mitte und St. Bernhard-Edelweiß, zu erinnern und das Verbindende und das gesellschaftliche Engagement der drei Stolberger Bruderschaften zu betonen.

Für die Laudatio war schließlich die stellvertretende Bürgermeisterin, Hildegard Nießen, zuständig. Sie hatte sich der Geschichte der Jubilare gewidmet und rief ergänzend in Erinnerung, dass den Schützen einst auch eine Fahnenschwenkergruppe angehört hatte, die in den 1960er und 1970er Jahre zahlreiche Preise einheimsen konnte.

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