Stolberg-Mausbach - Seit 130 Jahren ein Garant für gute Laune

Seit 130 Jahren ein Garant für gute Laune

Von: Marie Luise Otten
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Aktive und ehemalige Bläseri
Aktive und ehemalige Bläserinnen und Bläser der Mausbacher Euphonie musizieren gemeinsam beim Finale in der Mausbacher Realschule den Traditionsmarsch „Wien bleibt Wien”. Foto: Otten

Stolberg-Mausbach. Seit 130 Jahren ist das Euphonia Blasorchester Mausbach ein Garant für gute Laune. Das unterstrich das Jubiläumskonzert in der Aula der Realschule am Samstagabend, wo die kleine Gruppe von Idealisten (15 Aktive) auf einer herbstlich dekorierten Bühne ein bemerkenswertes Konzert boten.

Der Andrang war groß an diesem Abend, so dass noch Stühle herbei geschafft werden mussten.

Unter der Leitung von Siegfried Schünemann musizierten Norbert Bildstein, Michael Kettenihs (Flügelhorn), Marc Büttgen, Gabi Bauer (Trompete), Peter Regenfuß (Tenorhorn), Nicole Vilz, Roland Rossbruch (Baritonhorn), Beate Hermanns, Rita Wolff, Heike Bildstein (Klarinette), Leo Vroels, Adolph Laquiere (Rhythmusinstrumente), Dirk Hermanns (Tuba) und Uwe Düppengießer (Schlagzeug) geistliche und weltliche Ohrwürmer. Die Gruppe zeigte Spielfreude und Liebe zur Blasmusik. Sauber und auf den Punkt genau folgte das Orchester dem einfühlsamen Dirigat von Siegfried Schünemann.

Begonnen wurde mit einer religiös angehauchten Komposition „Praise The Lord”, dessen barocke Bearbeitung zu dem bekannten Choral Lobet den Herrn überleitete. Es folgten verschiedene Spirituals im Arrangement von Kurt Gäble. Sehr gefällig waren die fünf Sätze der Ouvertüre „Modern Time”.

Klassisch wurde es mit Richard Wagner und seinem „Einzug der Gäste” aus dem Tannhäuser. Natürlich fehlten böhmische Polkas und Musik zum Träumen nicht. Einen musikalischen Leckerbissen gab es mit dem Walzer „Clavelitos” aus dem Repertoire von André Rieu. Das Beatles Medley löste regelrechte Beifallsstürme aus. Und bei den Filmmusiken kamen die Kinofans voll auf ihre Kosten.

Durch das zweistündige Konzertprogramm führte Uwe Düppengießer. Kompetent und witzig würzte er seine Hintergrundinformationen mit Anekdoten aus der Unterhaltungsbranche und Politik. Eine besondere Ehrung kam Peter Regenfuß zuteil. Er war nicht nur federführend in der Ausbildung aller Blechblasinstrumente, sondern lenkte als 1. Vorsitzender 30 Jahre die Geschicke des Vereins und dirigierte das Orchester in Personalunion 12 Jahre.

Beide Posten gab er 2011 ab, wirkt aber weiterhin als Tenorhornbläser mit. Speziell für ihn hatten die aktiven Mitglieder eine Komposition in Auftrag gegeben. Peter Züll, Trompeter beim Stabsmusikkorps der Bundeswehr Bonn, hatte den „Rainfoot-Marsch” komponiert, den alle Euphonianer hinter dem Rücken von Regenfuß einstudiert hatten und nun präsentierten.

Beim Finale, dem Traditionsmarsch „Wien bleibt Wien”, spielte der langjährige Leiter dann wieder mit sowie Ehemalige, die er ausgebildet hatte, aber dem Verein nicht mehr angehören. Mit stehendem Beifall endete ein mitreißendes Jubiläumskonzert, natürlich nicht ohne Zugabe. Mit der Wiederholung des „Summernight Rocks” von Steve McMillan verabschiedeten sich die Musikerinnen und Musiker von einem großen Publikum.

Jetzt stand eine Gratulationsschlange bereit, um ihre Glückwünsche loszuwerden. Allen voran Bürgermeister Ferdi Gatzweiler, der Norbert Bildstein von Seiten der Stadt eine Urkunde aushändigte. Aktive und passive Mitglieder, Freunde und Gönner feierten noch bis in die Morgenstunden.
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