Stolberg - Sechs Künstler aus drei Generationen bei der Artibus-Schau

Sechs Künstler aus drei Generationen bei der Artibus-Schau

Von: dim
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Hartmut „Hacki“ Ritzerfeld und Daniela Flörsheim bilden eines der drei Künstlerpaare, deren Werke bei der kommenden Artibus-Ausstellung in der Burg-Galerie zu sehen sind. Foto: D. Müller

Stolberg. Sechs Künstler aus gleich drei Generationen kann die Formel der nächsten Ausstellung in der städtischen Artibus-Reihe lauten. Ab Sonntag, 30. April, lockt die Schau in die Burg-Galerie, und zu sehen sind Werke der drei Künstlerpaare Karin Flörsheim und „Abu“ Abele, Hartmut „Hacki“ Ritzerfeld und Daniela Flörsheim sowie Heike Iserlohe und Cocco Santamuerte.

Seit einem halben Jahrhundert leben „Abu“ Abele und Karin Flörsheim, die beide die 80 Jahre bereits überschritten haben, zusammen und begleiten einander in ihrem Kunstschaffen. Karin Flörsheim studierte unter anderem bei Otto Piene an der Düsseldorfer Kunstakademie. Mit ihren Bildern ist sie vor allem den Mythen, Göttern und Schriftzeichen der frühen Menschheitsgeschichte zugetan. Ihr Partner „Abu“ Abele studierte Zoologie und war schon früh in Afrika unterwegs. Dort flog er mit dem Tierforscher Professor Grizmek in dessen Propellermaschine über die Serengeti. Bis heute sind seine große Leidenschaft die wilden Tiere, die er nicht nur malt, sondern auch in Holz und Stein verewigt.

Beuys-Schüler

Der Büsbacher Meisterschüler von Joseph Beuys und Stolberger Kunst-Lokalmatador Hartmut „Hacki“ Ritzerfeld hat Daniela Flörsheim während des Studiums an der Düsseldorfer Kunstakademie kennengelernt. Später trennten sich ihre Wege, und aus dem einstigen Liebespaar wurden zwei erfolgreiche Individualisten, die sich aber immer wieder für einzelne Kunstprojekte treffen. Daniela Flörsheim studierte nach ihrer Zeit in Düsseldorf in Jerusalem Hebräisch.

Und schon früh engagierte sich die bekannte Künstlerin in sozialen Bereichen, sie bekämpfte die Pharmaunternehmen, die unter anderem für das Bienensterben verantwortlich seien, und zeigte Flagge, wenn es um die ungerechte Verteilung von Ressourcen in der Welt geht. Aktuell ist Daniela Flörsheim auf der Biennale in Venedig vertreten.

Ein Heimspiel

Für „Hacki“ Ritzerfeld wird die Artibus-Kunstausstellung ein Heimspiel, denn die Burg-Galerie ist eines seiner „Wohnzimmer“, von denen es in Büsbach und Stolberg mehrere gibt. Besonders spannend bei diesem Künstlerpaar wird ein Projekt, bei dem Ritzerfeld und Daniela Flörsheim unabhängig voneinander an dem gleichen Thema gearbeitet haben.

Die Malerin Heike Iserlohe und der streetart-Künstler Cocco Santamuerte bilden das jüngste Paar der Artibus-Ausstellung. Heike Iserlohe bringt mit unglaublicher Kraft ihre Motive wie zum Beispiel wilde Stiere auf die Leinwand. Seit vielen Jahren ist sie zudem mit dem Galerie-Konzept „Kunstraub 99“ in Köln als Galeristin präsent. Cocco Santamuerte hat sich zunächst auf der Straße als Sprayer und Graffiti-Künstler entfaltet. Heute leben seine Bildkompositionen von der Vielfalt seiner Fähigkeiten, vor allem Bildfragmente mit unterschiedlichen Mal-, Sprüh- und Collagetechniken zu Meisterwerken zu machen.

Seit 2016 setzen Heike Iserlohe und Cocco Santamuerte ein gemeinsames Kunstprojekt in die Tat um.

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