Schwester Maria-Roswitha tritt in den Ruhestand

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Stolberg. Der 1. Mai 2009 ist für das Bethlehem-Krankenhaus ein denkwürdiger Tag. An diesem Tage wird Schwester Maria-Roswitha vom Orden der „Armen Schwestern vom Heiligen Franziskus” in den verdienten Ruhestand treten und ins Mutterhaus nach Aachen zurückkehren.

Nach fast 150 Jahren endet damit gänzlich die segensreiche Arbeit der Schervier-Schwestern im Bethlehem-Krankenhaus in Stolberg.

Letzte Schervier-Schwester

Schwester Maria-Roswitha (Mörsheim) ist eine original Stolbergerin. Sie wurde am 17. April 1939 im Bethlehem-Krankenhaus geboren; ihr Elternhaus steht heute noch an der Buschstraße.

Nach dem Besuch der Schule in Münsterbusch lernte sie das Handwerk der Damenschneiderin. 1957 trat Schwester Maria-Roswitha in den Orden ein. 1961 erlernte sie die Krankenpflege und war anschließend in renommierten Krankenhäusern in Düsseldorf, Ratingen, Eschweiler und Aachen tätig.

Mehrere Zusatzausbildungen ermöglichten es ihr, als leitende Stationsschwester auch auf größeren Stationen ihren Dienst zu versehen.

Im Jahre 1999 kehrte sie in ihre Heimatstadt Stolberg zurück und wurde im Bethlehem-Krankenhaus stellvertretende Leiterin der Hauswirtschaft. Nach vier Jahren übernahm sie die Gesamtleitung und war unter anderem für die Reinigungsgruppe, die Bettenzentrale, die Zentralspüle sowie für die Betreuung und Vermietung der Wohnheime für Schwestern und Schule, der Bereitschaftsärzte und des Rettungsdienstes verantwortlich.

„Zurzeit habe ich 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, und mit Blick auf die Vergangenheit kann ich sagen, dass durch Umstrukturierung und Vorruhestand immer mehr Personal abgebaut wurde, die Arbeit aber stets die gleiche geblieben ist”.

Spürbare Veränderungen in der Organisation waren nicht selten, aber durch ihre Flexibilität gelang es Schwester Maria-Roswitha stets, sie unmittelbar in die Tat umzusetzen.

Mit Blick auf die Jahre im Bethlehem-Krankenhaus sagt sie, dass sie hier immer gerne und mit sehr viel Freude gearbeitet habe und sie bedanke sich ganz besonders für die gute Zusammenarbeit mit der Pflegedienstleitung, der Hygieneabteilung und der Verwaltung.

Am 1. Mai kehrt die Ordensschwester nun vollkommen ins Mutterhaus an der Elisabethstraße nach Aachen zurück, wo sie bereits seit der Schließung des Krankenhaus-Konvents im Jahr 2006 wohnt.

„Dort wird mein weiteres Betätigungsfeld ebenfalls im Bereich der Hauswirtschaft liegen”. Da der Nachwuchs im Orden fehle, „bin ich gerne bereit, diese Aufgabe mit viel Freude zu übernehmen”, so Schwester Maria-Roswitha, und sie freue sich schon jetzt auf die Spaziergänge in ihrer Freizeit durch die Aachener Altstadt und den Elisengarten.
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