Schwarzlichttheater: Ein Gespenst und die Stadtmusikanten

Von: ani
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16 Kinder mit und ohne Behinderung haben lange geübt für die Aufführung eines Schwarzlichttheaterstücks über „Ritter Rost“. Der Lohn: Großer Applaus des Publikums. Foto: A. Bouamoud

Stolberg. Licht aus, Schwarzlicht an – und Showtime heißt es auf der Bühne des Tabalingo-Geländes. 16 Kinder mit und ohne Behinderung und sechs Helferinnen und Helfer haben sich sechs Monate lang intensiv mit den Bänden von „Ritter Rost“ von Felix Janosa auseinander gesetzt und daraus ein Schwarzlichttheater inszeniert.

Den Kindern sieht man die Freude an, als sie auf der Bühne mit ihren selbstgemachten Neonkostümen und Requisiten erscheinen und zu dem Hörspiel Pantomime aufführen.

Spuk auf der Burg

Ritter Rost möchte ein großes Ritterturnier veranstalten und macht sich auf, um die ganze Stadt einzuladen. Burgfräulein Bö, König Bleifuß der Verborgene, sein Schreiber Ratzefummel und viele andere Blechritter dürfen nicht fehlen. Währenddessen spukt der Drache Kokos mit dem Gespenst in der Burg rum und die beiden beschließen, dass das Gespenst sich bei dem Turnier als Ritter verkleiden soll, um an dem Turnier teilnehmen zu können.

Das Gespenst tritt somit als „unbekannter Ritter“ auf und schlägt sich durch bis zum Finale. Am Ende stellt sich heraus, dass der unbekannte Ritter ein Gespenst ist, dass eigentlich nur zur Geisterstunde erscheinen darf. Nach dem Gespensterspiel spuken die beiden besten Freunde, Kokos der Drache und das Gespenst weiter auf der Burg herum.

Das Licht geht an und die das Publikum applaudiert begeistert. „Diese Art von Theater ist wirklich ein tolles Medium“ betont eine Zuschauerin. „Jeder kann sich einbringen und das Stück wurde gut von der Gruppe umgesetzt“. Nicht nur die Kindergruppe des Tabalingo hat fleißig geprobt und gebastelt, auch die Erwachsenengruppe unter der Leitung von Joshua Espeter und Hajo Mans hat sich seit November monatlich getroffen um ein selbstverfasstes Theaterstück auf die Beine zu stellen.

Die Handlung der „Bremer Stadtmusikanten“ hat die Gruppe inspiriert, woraufhin sie ihr Stück „Die Stolberger Stadtmusikanten“ nannten. Verschiedene Menschen, die in der Gesellschaft ausgegrenzt werden, finden nach und nach zueinander und schließen sich zusammen, um nach Stolberg zu reisen und dort Musik zu machen. Die erfolgreiche Premiere bestärkt darin, dass Alt und Jung, behinderte und nicht behinderte Menschen und Mann und Frau sich mit den verschiedensten Menschengruppen auseinandersetzen können und alle für den Zusammenhalt und gegen Ausgrenzung sind.

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