Stolberg-Zweifall - Schwache Resonanz auf große Klänge in der kleinen Kapelle

Schwache Resonanz auf große Klänge in der kleinen Kapelle

Von: dim
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Die Sängerin und Gesangsdozentin Hanna Krieger stand gemeinsam mit dem Orgelmusiker Franz Pembaur im Mittelpunkt des Konzertes in der Klosterkapelle. Foto: D. Müller

Stolberg-Zweifall. Im Kloster „Maria Königin”, normalerweise ein Ort der Besinnlichkeit, der Muße und der inneren Ruhe, füllten am Samstag beeindruckende Klänge fulminant die kleine Kapelle. Nach dem Motto „Kultur und Kunst im Kloster” hatten die Karmelitinnen zu einem Konzert mit geistlicher Musik aus vier Jahrhunderten eingeladen.

Die Sängerin und Gesangsdozentin Hanna Krieger war aus Wuppertal gekommen, um mit ihrem Sopran Charles Gounods Cantique „Le ciel a visité la terre” und Joseph Haydns „Benedictus” aus „Kleine Orgelmesse” in B-dur sowie „Gratias agimus tibi” aus der „Mariazeller Messe” zu intonieren.

Aus Remscheid hatte Franz Pembaur den Weg nach Zweifall gefunden. Der studierte Kirchenmusiker, Konzertorganist und Komponist entlockte der kleinen Orgel des Klosters Karmel große Töne, als er Krieger begleitete, aber auch solistisch agierte. Pembaur präsentierte mit Auszügen aus Hugo Distlers Spielstücke für die Kleinorgel (op. 18 1-4) zunächst Orgelmusik des 20. Jahrhunderts, bevor er sich hingebungsvoll Werken von Girolamo Frescobaldi, Johann Sebastian Bach und Johan Joachim Agrell widmete. Er ließ Wolfgang Amadeus Mozarts Andante in F-dur (KV 616) und Ludwig van Beethovens „Allegro non più molto” in C-dur folgen, und das Vaterunser (op. 198) von Carl August Krebs markierte den Schlusspunkt des hochklassigen Konzerts.

„Ein wichtiges Zeichen”

Leider besuchten nur wenige Gäste das Kloster zu diesem Anlass. Schwester Maria Regina zeigte sich betrübt ob der schwachen Resonanz: „Natürlich wünschen wir uns mehr Gäste, wenn wir ein Konzert ausrichten. Wenn die Zweifaller und Stolberger Bevölkerung für den Bestand unseres Hauses ist, wäre der Besuch der kostenlosen kulturellen Veranstaltungen, die wir anbieten, ein wichtiges Zeichen”, erklärte die Subpriorin des Klosters.

Trotz des mangelnden Publikumszuspruchs war es ein durchaus ereignisreicher Nachmittag im Karmel, denn vor dem Konzert besuchte Bürgermeister Ferdi Gatzweiler die Schwestern, auch um sich die Gemeinschaftsausstellung von Pater Laurentius Englisch und Günter Thelen anzuschauen.

Thelens „Skulpturen - Die große Überfahrt” und Pater Laurentius Bilderserie „Die Heiligen als Lebenshelfer” sind noch bis Donnerstag, 13. Mai, täglich von 9 bis 17 Uhr in der Oberkirche des Zweifaller Karmelitinnen Klosters zu sehen.
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