Schulstraße: Volksschule im Krieg komplett zerstört

Von: dö
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Stolberg. Stellt man Ansichten von Stolberg aus heutiger Zeit und von 1972 gegenüber, sind auf dem ersten Blick in der Schulstraße nur wenige Abweichungen auszumachen.

Nur die Fassaden wirken heute heller und freundlicher als vor 45 Jahren. Und doch gibt es Unterschiede. Im oberen Bereich der Schulstraße wurde die Bebauung vervollständigt und die Lebensmittelgeschäfte auf der linken und rechten Seite haben längst ihren Betrieb eingestellt.

Ausgangspunkt des Rückblicks ist ein Parkplatz des 1972 an der Rathausstraße ansässigen Möbelgeschäftes Lambertz. Der Parkplatz gehörte zu der dort beheimateten Tankstelle, die in den frühen 1960er Jahren entstanden war. Heute sind auf dem ehemaligen Tankstellengelände ein Reifenservice und eine Autowaschanlage angesiedelt.

Oberhalb lagen früher zwei Bauten, wovon der obere, der an Ecke Mittel-/Schulstraße angesiedelt ist, von Bedeutung ist, weil er für die Versorgung der Anwohner mit Lebensmitteln eine wichtige Funktion erfüllte. Dort war seinerzeit eine Niederlassung der Lebensmittelkette Edeka beheimatet.

1978 wurde das Geschäft geschlossen und zu einem zahntechnischen Labor umgebaut. Oberhalb des einstigen Lebensmittelgeschäftes gab es 1972 ein Wiesengelände. Begrenzt von der Bebauung an der Kogelshäuserstraße. Heute ist dieses Gelände bebaut. Die ersten Gebäude entstanden dort 1972. 1992 folgte ein weiterer Bau.

Woher hat die Schulstraße ihren Namen? Weil dort einst eine Schule gelegen hat, die als zweite Volksschule der Mühle 1891 entstanden war. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schulgebäude 1944 zerstört und nicht wieder aufgebaut. Ersatz für das zerstörte Gebäude war unter anderem die in den 1950er Jahren an der Ecke Beslauer-/Kogelshäuserstraße errichtete Schule.

Am einstigen Schulstandort gibt es bis heute ein Freigelände, das nur im hinteren Bereich bebaut ist. Ein weiteres Lebensmittelgeschäft befand sich 1972 an der Ecke Schul-/Eschweilerstraße. Dort verkaufte die Familie Römer Obst, Gemüse und andere Nahrungsmittel. Inzwischen ist das triste Grau verschwunden, freundliche Anstriche in den Farben Gelb und Rot sorgen für eine städtebauliche Aufwertung.

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