Stolberg - Schulpflegschaft fordert bei der Stadt Sanierungsmaßnahmen

Schulpflegschaft fordert bei der Stadt Sanierungsmaßnahmen

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Der Zustand des Gebäudes der Mausbacher Grundschule ist in eine deutliche Schieflage geraten. Die Schulpflegschaft beklagt erhebliche Mängel und fordert eine Sanierung ein. Foto: J. Lange

Stolberg. Es genügt schon der erste Blick, um zu erkennen, dass die Mausbacher Grundschule in die Jahre gekommen ist. Das Gebäude erweckt einen Eindruck, als sei es seit seiner ersten Einschulung nicht mehr konsequent instandgehalten worden.

Farbige Kunstwerken aus Schülerhand können den Mangel nur ungenügend übertünchen. Beim zweiten Blick springen Details sofort ins Auge. Fensterrahmen sind verrottet. Der Fußboden in Entree und Pausenhalle ist ein Mosaik aus fehlenden Fliesen.

Türen klemmen und sind in einem bedauernswerten Zustand. Schülertoiletten sind so defekt, dass deren Türen gleich verschlossen bleiben müssen. Von einem Charme längst vergangener Zeiten wagt man hier erst gar nicht mehr zu sprechen.

Entsprechend bitter ist denn auch der Brandbrief, den die Schulpflegschaft an Bürgermeister und Ratsfraktionen sendet. Mit einem formalen Bürgerantrag sehen sich Gabi Bauer und Michaela Schroif als Vorsitzende gezwungen, „dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen” und die Bereitstellung des Geldes dafür einzufordern.

Demnach weisen die Fenster nicht nur erhebliche Mängel auf, sie sind so undicht, dass der „Wind durch die Ritzen pfeift” und „Wasserschäden an den Wänden sichtbar” sind. „In vielen Bereichen sind Isolierarbeiten auszuführen”, Dacheindeckungen sind dringend reparaturbedürftig, und „Dachüberstände verfault”.

In einem Raum wurde eine Wand so vor eine Vorhandene gesetzt, dass Schimmelbefall befürchtet wird. Und die Toilettenanlagen entsprechen nicht mehr den hygienischen Anforderungen, moniert die Schulpflegschaft.

Damit nicht genug. Denn die Schulleitung werde von der Stadt immer wieder aufgefordert, Energie zu sparen. Doch dies gleiche einer Unmöglichkeit. „Laut Energieausweis liegt der Heizenergieverbrauchskennwert mit 217,7 kW/h um fast 100 Prozent über dem Vergleichswert in dieser Gebäudekategorie mit 120 kW/h”, erklären Bauer und Schroif. Und das habe durchaus seinen Grund. Isolierung fehle an Heizungsrohren und Decken, die Dacheindeckung sei defekt und die Temperatur in einem Abstellraum betrage 27 Grad Celsius.

Dabei sind dem Hochbauamt solche Mängelbeschreibungen durchaus bestens bekannt. „Die Verwaltung sieht hier ebenfalls Handlungsbedarf”, hat noch Fachbereichsleiter Josef Braun in seine Vorlage für den am 17.März tagenden Beschwerdeausschuss diktiert. Deshalb seien bereits für den laufenden Doppelhaushalt Mittel für ein Sanierungskonzept angemeldet worden, die im Laufe dieses Jahres zur Verfügung gestellt werden sollen.

Mit dem von der Verwaltung gewünschten Konzept selbst wird zwar noch kein Mangel behoben, aber es soll „die notwenigen Maßnahmenvorschläge zur umfangreichen Sanierung des Schulgebäudes und deren voraussichtliche Kosten darstellen”. Auch ein CDU-Antrag zur Sanierung der Fensterfronten sei bereits zur Bearbeitung an die Verwaltung verwiesen worden, so Braun weiter. Er schlägt dem Beschwerdeausschuss vor, den Bürgerantrag zur weiteren Diskussion an den zuständigen Bauausschuss zu verweisen.
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