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Schul-Aktionstag: Müll sammeln, Tiere pflegen und musizieren

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Mit viel Freude und Engagement bei der Sache: Die Schüler der Realschule Mausbach haben ihren besonderen Schultag mit vielfältigen Projekten verbracht. Foto: Realschule Mausbach

Stolberg-Mausbach. Seit fünf Jahren stellt die Realschule Mausbach immer wieder einen ganz besonderen Aktionstag auf die Beine und verknüpft mit diesem neue Projekte und Aktionen zu sozialen Themen. Für Lehrer, Schüler und Eltern ist dieser Tag stets fest in den Terminkalender eingetragen – und bringt immer wieder neue Erkenntnisse und Ideen hervor.

„Soziale Kompetenzen entwickeln, Empathie fördern, den Blick für den Umgang miteinander schärfen. All diese Ideen stehen hinter unserem alljährlichen Projekttag“, erläutert Charlotte Eßer, Rektorin der Realschule Mausbach. „Mit neuen Kolleginnen, aber auch, wenn Kolleginnen Klassen neu übernehmen, kommen neue Ideen für die Ausgestaltung dieses besonderen Schultages“, ergänzt Konrektor Jürgen Meeßen und sagt weiter: „In unseren drei fünften Klassen wurde in Anlehnung an das Lions-Quest-Programm ‚Erwachsen werden‘ und unsere mehrtägige Fortbildung zum Thema mit Spielen und Gesprächen viel für die Klassengemeinschaft und kooperatives Arbeiten getan.“

Besuch des Tierparks Aachen

Ein Beispiel: Ellen Erichsen, Klassenlehrerin der 5b berichtet von einem besonderen Spiel: „Unter erschwerten Bedingungen wurden Gruppenbauwerke erstellt – möglichst hoch und originell. Jeder hatte sechs Bauklötze zur Verfügung und durfte zum Gruppenerfolg beitragen.“

Die Klasse 6b der Mausbacher Realschule war auf dem Kleintierbauernhof des Tierparks Aachen zu Besuch. Dort übernahmen die Schüler in Kleingruppen die Pflege der Ställe von Hühnern, Meerschweinchen, Ponys und Warzenschweinen. Dabei lernten sie beispielsweise, Verantwortung für Haustiere zu übernehmen.

Klasse 6a knüpfte mit ihrem Projekt „Besuch des Aachener Tierheims“ an die Erfahrungen im Tierpark aus dem vergangenen Jahr an. Eine weitere interessante Aktion des Jahrgangs war das „Müllprojekt“, bei dem die Schülerinnen und Schüler eifrig Müll sammelten und sich damit ihren eigenen Umgang mit Wegwerfartikeln, überflüssigen Verpackungen und ähnlichen Dingen verdeutlichten.

Umgang mit digitalen Medien

„Verklickt“ ist ein von der Polizei initiiertes Projekt und thematisiert den sicheren Umgang mit digitalen Medien. Dies war eines der klassenübergreifenden Themen der Jahrgänge 7 und 8.

Eine weitere große Gruppe der Mittelstufe war in der Werkstatt für Behinderte in Haaren zu Gast und gewann dabei Einblicke in den Arbeitsalltag der dort Beschäftigten.

Zusammen mit Schülerinnen der Klasse 7b besuchte die Schulband unter der Leitung von Musiklehrer Erwin Penalosa das Pflegezentrum „Helfende Hand“ in Gressenich. Der diesjährige musikalische Auftritt stand unter dem Motto „Deutsche Schlager von 1970 bis zur Gegenwart“. Besonders die alten Schlager wie „Eviva Espania“ oder „Ich war noch niemals in New York“ kamen beim Publikum sehr gut an und wurden lauthals mitgesungen.

Daneben gab es auch reine Klassenprojekte: Klasse 7a legte ihren Fokus auf ein respektvolles Miteinander, überarbeitete Klassenregeln, reflektierte Umgangsformen und führte Teambildungsmaßnahmen durch. In der 8a beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit Zivilcourage und bearbeiteten das Thema anhand des Films „Leroy“. Inhaltlich ging es dabei um Ausländerfeindlichkeit und Verhaltensregeln im Notfall. Bei der Beispielanalyse flossen eigenes Wissen und eigene Erfahrungen der Achtklässler mit ein.

Die Jahrgangsstufe 9 arbeitete mit Marlene Weißen, eine der beiden für die Berufswahlvorbereitung zuständigen Kolleginnen, in der „Kompetenzwerkstatt – meine Stärken, meine Zukunft“, dem Modellprojekt des nordrhein-westfälischen Schulministeriums.

Sie entdeckten ihre persönlichen Stärken, machten sich Gedanken über ihre weitere, auch die berufliche Zukunft, über unterschiedliche Lebensentwürfe und Ziele.

Im Jahrgang 10 beschäftigte sich eine Gruppe mit Suchtprävention. Es wurden Suchtursachen, aber auch Vorbeugung vor allem im Zusammenhang mit Alkohol und Cannabis besprochen. Bei den vielen guten Schülerbeiträgen wurden auch Ängste deutlich, als es um die Frage ging „Was tun, wenn ich weiß, dass…?“.

Im einem anderen 10er-Projekt ging es um Phänomene des Rechtsextremismus unter den Gesichtspunkten „Aktuelle Zahlen zu rechtsextremen Übergriffen“, „Welche Personengruppen engagieren sich in der rechten Szene und was sind ihre Motive?“ sowie „Wie zeigt sich Extremismus im Alltag?“.

„So vielfältig interessiert und engagiert wie das ganze Kollegium zeigen sich auch die unterschiedlichen Projekte“, zieht Schulleiterin Charlotte Eßer positive Bilanz.

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