Schützen feiern ihr Fest in Münsterbusch

Von: Toni Dörflinger
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Majestäten unter sich: Timo Gehlen (Jungprinz), Thomas Gehlen (Fähnrich), Tamara Gehlen (Schülerprinzessin), Marcus Schröder (Schützenkönig) und Sabine Schröder (Brudermeisterin) v. l. haben die Heinrichs-Fahne in ihre Mitte genommen. Foto: T. Dörflinger
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Der Hahnenkönig: Marcel Schmitz Foto: T. Dörflinger

Stolberg-Münsterbusch. Früher in Verbindung mit einer Kirmes, aber schon viele Jahrzehnte ohne eine solche. Das heißt aber nicht, dass sich die Münsterbuscher beim Schützenfest den Spaß verderben lassen. Schließlich gibt es immer noch als Bestandteil der einstigen Kirmes das traditionelle „Hahnenköppen“. Und dieses gerne wahr genommene Ereignis machte auch diesmal den Auftakt zum Schützenfest im Münsterbuscher Jugendheim.

Ort der Veranstaltung, bei dem die Kandidaten mit einem stumpfen Säbel die Schnur der Hahnenattrappe durchtrennen müssen, war der kleine Vorplatz im Außenbereich der Katakomben. Dort hatten „Scharfrichter“ Jakob Beye und seinen beiden Assistenten Timo und Thomas Gehlen einen Galgen aufgebaut, an dem der Kopf der Holzattrappe baumelte.

Drei Durchgänge und 24 Säbelhiebe waren erforderlich ehe dem 35-jährigen Bauhandwerker Marcel Schmitz die Würde eines Hahnenkönigs zufiel. Vorjahrssiegerin Anne Mehlkopf hatte nicht zu den fünf Kandidaten gehört. Eingebettet in das Hahneköppen war auch die Bekanntgabe der Sieger des Ortsvereinsschießens im Mai dieses Jahres (siehe Infokasten).

Zum dritten Mal König

Fortgesetzt wurde das Programm dann am nächsten Tag mit dem Festabend. Im Mittelpunkt stand dabei Marcus Schröder, der im Mai beim so genannten Vogelschuss mit dem 443. Schuss als Schützenkönig abermals erfolgreich war. Schließlich hatte der 37-jährige Controller bereits 2009 und im vergangen Jahr das Amt eines Schützenkönigs ausgeübt.

Außerdem ist Marcus Schröder auch amtierender Bezirkskönig. Flankiert wurde die Münsterbuscher Schützenmajestät nicht nur von seiner Gattin Sabine, der amtierenden Brudermeisterin, sondern auch von der zwölfjährigen Schülerprinzessin Tamara Gehlen und dem 18-jährigen Jungprinz Timo Gehlen: beide sind Geschwister.

Für die musikalische Untermalung des Festabends, in dem auch eine Verlosung mit vielen attraktiven Preisen eingebettet war, zeichneten die Donnerberger Trompetenbläser und DJ Tom, sprich Thomas Ketteniß, Verantwortung. Sie heizten dem zahlenmäßig großen Publikum – zu dem neben dem Gastgeber, der 1880 gegründeten Schützenbruderschaft St. Heinrich, auch acht Bezirksbruderschaften gehörten – mit flotten Rhythmen kräftig ein.

Sie hatten ebenso wie die befreundete Bruderschaft St. Sebastiani aus Kohlscheid, ihre Majestäten mit gebracht. Selbstverständlich gehörten zu den Gästen des Festabend auch Bezirksbundesmeister Hans Reinart ebenso wie die Bezirksprinzessin Svenja Dobbelstein und Bezirksschülerprinz Fabian Leister.

Höhepunkt Proklamation

Höhepunkt des Festabends war die Proklamation der neuen Majestäten. Die Aufgabe, Schützenkönig Marcus Schröder und den prinzlichen Hoheiten mit den entsprechenden Insignien und Ketten auszustatten, übernahm Stolbergs stellvertretende Bürgermeisterin Karina Wahlen. Anschließend formierten sich die neugebackenen Majestäten auf der mit frischem Grün und der Schwenkfahne von 1952 geschmückten Bühne zum Königswalzer. Dann hieß es Bühne frei für die Gratulationscour der im Saal anwesenden Schützenbruderschaften.

Begonnen hatte der Festabend zuvor mit einem Wortgottesdienst in der Herz-Jesu-Kirche. Zelebrant war dort der Simmerather Gemeindereferent Sven Riehn. Die musikalische Gestaltung des Wortgottesdienstes hatte der Münsterbuscher Kirchenchor St. Cäcillia übernommen. Danach zog man über die Prämienstraße ins Jugendheim um den eingangs beschriebenen Festabend zu begehen.

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