Schüler trainieren mit Welthandballer

Von: Dirk Müller
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Welthandballer Daniel Stephan trainierte jetzt mit den Kindern in der Grüntalschule. Die Kleinen wollten nicht nur Tore werfen, sondern auch Autogramme ihres Gastes. Foto: D. Müller

Stolberg. Musik erklingt auf dem Hof der Grüntalschule, aber sie wird übertönt von den Rufen und dem Lachen der Kinder. Sie feiern eine große Handballparty auf dem Schulhof. Und das nicht alleine mit ihren Lehrern, sondern mit Trainern des Handballlandesverbands Mittelrhein und vor allem mit Daniel Stephan, einem echten Welthandballer.

„AOK Star-Training“ nennt sich die bundesweite Aktion, für die sich knapp 1100 Schulen beworben hatten. 22 Schulen, also jeweils eine in jedem Landesverband des Deutschen Handballbundes, wurden schließlich aus der Vielzahl ausgewählt. Im Landesverband Mittelrhein freuten sich jetzt die Kinder der Stolberger Grüntalschule über das Training mit dem bekannten Handball-Star.

Daniel Stephan gewann unter anderem die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen. Er wurde Europa- und Vizeeuropameister, gewann den Europapokal der Pokalsieger und zahlreiche nationale Titel. Sein Besuch an der Grüntalschule begann mit einem Handballtraining in der Turnhalle. Nach dem obligatorischen Aufwärmen folgten kleinere Spieleinheiten und dann eine richtige Handballpartie. Anschließend stand Stephan den Schülern für Autogramme und gemeinsame Fotos zur Verfügung.

Jetzt ragt der groß gewachsene Sportler aus dem Getümmel auf dem Schulhof heraus. Bei dem „AOK Star-Training“ wirke er schon länger mit, „aber nun gehen wir damit zum ersten Mal an die Grundschulen“, sagt Stephan. „Es macht mir wirklich sehr viel Spaß, mit den Kindern zu arbeiten, ihre strahlenden Augen zu sehen und wie viel Spaß sie an der Bewegung haben“, betont der Welthandballer. Motiviert werden die Grüntalschüler nicht nur von dem Star, sondern auch von der Technologie, die zum Einsatz kommt. Sogenannte „Frequenzmatten“ zählen, wie oft der Ball in 30 Sekunden gedribbelt wird, bei dem „Speedgoal“ wird die Geschwindigkeit des Wurfes gemessen.

Bei dem Geschwindigkeitsparcours, den die Kinder mit oder ohne Ball durchlaufen können, wird die Zeit automatisch gestoppt. Doch auch an der völlig „untechnischen“ Torwand haben die Kleinen eine Menge Spaß. Ganz im Sinne des „Star-Trainings“, sagt Jochen Marx, stellvertretender Regionaldirektor der AOK: „Ziel der Aktion ist es, Grundschülern Freude an der Bewegung, am Spielen und am sportlichen Miteinander zu vermitteln und sie so für Handball zu begeistern. Da Übergewicht und Bewegungsmangel bei Kindern immer verbreiteter sind, ist es uns ein Herzensanliegen für mehr Aktivität und das Engagement in Sportvereinen zu werben.“

Wie gut diese Werbung ankommt, zeigt die Begeisterung, mit der die Kleinen unermüdlich zu Werke gehen. Angetan von dem Bewegungsdrang ihrer Schützlinge ist auch ihre Lehrerin Eva Scheuer: „Das Training mit dem Star und die große Handballparty kommen allen Schülern zugute. Leider gehören nur wenige unserer Kinder einem Sportverein an, was sich durch solche Aktionen hoffentlich ändert. Vor allem weil das Star-Training den Schülern viel Spaß macht und ihnen dabei sportliche Erfolgserlebnisse vermittelt werden.“

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