Stolberg - Schüler-Theater-Festival: Kleine „Kostproben” mit großer Wirkung

Schüler-Theater-Festival: Kleine „Kostproben” mit großer Wirkung

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
Die Klasse 3a der Breiniger Gr
Die Klasse 3a der Breiniger Grundschule zeigt mit „Light Express” eine rasante Inszenierung, in der pädagogischer Inhalt humorvoll unterhaltend transportiert wird. Foto: D. Müller

Stolberg. Bestens gelaunt gab sich Kulturmanager Max Krieger im Vorfeld der „Kostproben”-Veranstaltung zum 22. Stolberger Schüler-Theater-Festival. Aus gutem Grund, denn mit der Grundschule Breinig hatte sich kurzfristig die fünfte Schule entschlossen, eine Inszenierung zu dem Festival beizusteuern, so dass die Anzahl der Nachwuchs-Schauspieler nun knapp an der Hunderter-Marke kratzt.

Die „Kostproben” selbst, in denen die einzelnen Schulen in Auszügen von fünf bis zehn Minuten ihre Stücke vorstellten, gab es in diesem Jahr nicht im Zinkhütter Hof, sondern im Rittersaal der Burg.„Dadurch können wirklich alle Schulen eine Kostprobe präsentieren. Den Rittersaal haben wir verdunkeln können, so dass diesmal auch die Realschule Mausbach vorab einen Eindruck von ihrem Schwarzlicht-Theater vermitteln kann.

Wir werden gleich sehen, wie sehr die Inszenierung die Vielfalt und die Qualität des Schüler-Theater-Festivals bereichert”, sagte Krieger im Vorfeld der Kostproben. Dass er nicht zu viel versprochen hatte, stellten die Mausbacher Realschüler, die als erste die Bühne betraten, dabei aber weitgehend unsichtbar blieben, eindrucksvoll unter Beweis.

Im schwarzen Licht brachten sie zu Musik die faszinierende Atmosphäre ihres Illusions-Theaters zum Ausdruck. Beispielhaft für ihren Beitrag „Licht ins Dunkel” ließen sie phantastische Tiere erscheinen und überzeugten durch gekonnten Körpereinsatz im Verborgenen.

Anschließend zeigten die Kinder der Klasse 3a der Grundschule Breinig einen Ausschnitt aus „Light Express”, einer rasanten Inszenierung, die an das Musical „Starlight Express” erinnert. In aufwendigen Kostümen stellten die Schüler eine Szene dar, in der sich die Inliner-Züge „Atomia”, „Öli”, „Natura” und „Elektro” streiten, wie die Menschen dieser Welt am besten mit Energie zu versorgen seien.

„Hier im Rittersaal können wir nur mit abgespeckter Bühnentechnik aufwarten. Bei den Aufführungen in der Breiniger Dreifachturnhalle arbeiten wir dagegen verstärkt mit Licht, Musik und Technik; auch eine Nebelmaschine wird zum Einsatz kommen, und die Bühne wird viel größer sein”, beschrieb Dieter Rüttgers, Klassenlehrer der 3a. Mit ihm hatten die Schüler im Deutschunterricht die Dialoge zum Stück selbst erarbeitet.

Resultat ist eine ernste Umwelt-Botschaft, humorvoll eingebettet in eine unterhaltsame Handlung.

Viele kleine Mäuse der Grundschule Hermannstraße eroberten darauf die Bühne, um ein Lied aus Detlev Jöckers „Mats und die Wundersteine” vorzutragen, denn ihr Beitrag zum Schüler-Theater-Festival wird wie schon im letzten Jahr ein Kindermusical sein. Beherzt stellten die singenden Mäuse-Darsteller ihre „Felseninsel” musikalisch vor und machten auf weitere schwungvolle und eingängige Melodien neugierig. „Sie sehen nun einen Teil von einem Theaterstück, das noch kein Ende hat, aber das wird bis zur Aufführung sicherlich noch...”, kündigte Anne Zeien danach die Kostprobe der Realschule I an.

„Billy mag keine Montage” ist ein echtes Jugendstück, in dem auch Themen wie Ausgrenzung - aufgrund der Herkunft oder auch dem „falschen Style” was Kleidung und Frisur angeht - und Familienleben nach einer Scheidung aufgegriffen werden. Geschrieben haben es die darstellenden Schüler selbst, halt bis auf das Ende, das noch fertig werden muss. Im Rittersaal gewährten sie Einblick in die authentische Szenerie des Klassenraums, in dem die neue Schülerin „Billy” so gar nicht willkommen ist.

Das letzte „Appetithäppchen” der Veranstaltung servierten Schüler der Grundschule Bischofstraße mit einem augenzwinkernden Lächeln, denn ihr Stück „Das Mops-Malheur” von Hans-Peter Tiemann ist eine tierisch menschliche Komödie: Der Chef von Vater Kramer bittet die Familie, seinen Mops „Krümel” für ein paar Tage aufzunehmen, und das vermeintlich angenehme Unternehmen „Hundesitting” entpuppt sich nur für das Publikum als amüsant, während die Nerven der Kramers von dem verwöhnten Vierbeiner äußerst strapaziert werden...

„Mats und die Wundersteine”, Donnerstag, 26. Mai um 18 Uhr und Freitag, 27. Mai um 10 Uhr (Vorstellungen für Kitas und Schulen) in der Mehrzweckhalle der Grundschule Hermannstraße.

„Light Express”, Samstag, 28 Mai um 10.45 Uhr und 12.30 Uhr in der Dreifachturnhalle Breinig sowie Sonntag 17. Juli auf dem Pfarrfest Breinig.

„Das Mops-Malheur”, Dienstag, 7. Juni um 18 Uhr in der Mensa der Grundschule Bischofstraße.

„Licht ins Dunkel”, Mittwoch, 8. Juni um 18.30 Uhr in der Aula der Realschule Mausbach.

„Billy mag keine Montage”, Donnerstag, 30. Juni um 12.15 Uhr (für Schulen) und um 19 Uhr im Kulturzentrum Frankental.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert