Schüler setzen sich mit ihrem Vorschlag durch

Letzte Aktualisierung:
13692498.jpg
Auch online haben die Stolberger darüber abgestimmt, wie die Überschrift ihres sozialen Leitbilds heißen soll. Durchgesetzt hat sich der Vorschlag von Schülern der Willi-Fährmann-Schule. Foto: Stadt Stolberg

Stolberg. Die Überschrift des Leitbildes „Soziale Kupferstadt 2030“ steht fest. Das schreibt die Stolberger Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. „Aufeinander zugehen, voneinander lernen, miteinander leben“, so lautet die Botschaft, die Bürger per Online-Abstimmung und auf gedruckten Stimmzetteln in den vergangenen Wochen zum Sieger kürten – und dies mit absoluter Mehrheit.

55 Prozent aller abgegebenen Stimmen entfielen auf die Überschrift, die auf einen Vorschlag der Klasse 10 der Willi-Fährmann-Schule zurückgeht. Auf Platz 2 wurde mit 24 Prozent der Stimmen der Vorschlag „lebenswert, vielfältig, solidarisch“ gewählt. Die geringste Zustimmung in der Stolberger Bürgerschaft fand der Slogan „traditionsbewusst, weltoffen, solidarisch“ mit rund 21 Prozent.

„Die Schüler waren sehr stolz, als sie erfahren haben, dass ihr Vorschlag zur Wahl steht. Und jetzt hat er sogar gewonnen“, sagt Klassenlehrerin Dörte Goebbels. Der Spruch sei in einer Diskussion zwischen den Förderschülern und dem städtischen Sozialplaner Leo Jansen entstanden, der die Schule im Rahmen der Leitbild-Entwicklung besucht hatte. „Die Jugendlichen haben darüber diskutiert, wie sie sich ihre Stadt im Jahre 2030 wünschen. Dabei wurden auch viele Ängste geäußert, aber am Ende der Diskussion stand dieser positive Slogan für das Zusammenleben in unserer Stadt.“

Auch Robert Voigtsberger, Erster Beigeordneter der Stadt, zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis der Umfrage: „Unser soziales Leitbild hat nun eine starke Überschrift, die die Botschaft unseres sozialen Handelns in den nächsten Jahren zum Ausdruck bringt. Nun gilt es, diese Botschaft mit Leben zu füllen und die im Leitbild formulierten Ziele in die Tat umzusetzen“, so Voigtsberger.

1180 haben abgestimmt

„Mit der Abstimmung über einen Slogan für unser Leitbild haben wir den Weg konsequenter Bürgerbeteiligung bei unserer Sozialplanung weiter beschritten – und erneut haben uns die Bürgerinnen und Bürger in dieser Vorgehensweise bestätigt“, sagt der Dezernent nicht nur über die hohe Zustimmungswerte für die Überschrift, sondern auch über eine vierstellige Zahl abgegebener Stimmen.

So nahmen insgesamt 1180 Bürger an der Abstimmung teil. An einer Umfrage zur Lebensqualität in den Ortsteilen hatten sich im Rahmen des Sozialberichts bereits über 1700 Menschen beteiligt. Das Leitbild „Soziale Kupferstadt 2030“ war in den vergangenen Monaten gemeinsam mit einem umfangreichen Zielkatalog in sieben Arbeitsgruppen erarbeitet und bei einem Abschlussworkshop Ende Oktober in der Aula des Ritzefeld-Gymnasiums präsentiert worden.

„Leitbild, Ziele und die jetzt gewählte Überschrift bilden gemeinsam mit dem zuvor fertiggestellten ersten Sozialbericht Stolbergs die Grundlage für konkrete Handlungskonzepte ab 2017, um die soziale Zukunft der Stadt positiv zu gestalten“, heißt es aus der Stadtverwaltung.

Einen Schwerpunkt stellen dabei Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut in besonders betroffenen Stolberger Stadtteilen dar. Das Land Nordrhein-Westfalen stellt den Kommunen bei der Armutsbekämpfung in besonders belasteten Stadtteilen eine finanzielle Unterstützung über das Förderprogramm „Starke Quartiere – starke Menschen“ in Aussicht, von denen auch die Stadt Stolberg in den nächsten Jahren mit Hilfe ihrer strategischen Sozialplanung profitieren möchte.

Leserkommentare

Leserkommentare (3)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert