Stolberg - Schüler setzen sich für Flüchtlinge und kranke Kinder ein

Schüler setzen sich für Flüchtlinge und kranke Kinder ein

Von: nt
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Gemeinsam fuhren die Schulleiterin Petra Schnitzler und die Schüler Bünyamin Güngördü, Markus Kothe und Salima Bouabde (von links) nach Berlin, um bei der „Service-Learning“-Förderkonferenz die Urkunde für ausgezeichnetes soziales Engagement entgegenzunehmen. Foto: Nadine Tocay

Stolberg. Dinge fürs Leben lernen und dabei auch noch Gutes tun, das wird in der Regenbogenschule großgeschrieben. Für ihren ehrenamtlichen Einsatz bei unterschiedlichen sozialen Projekten wurde die Förderschule der Städteregion mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung Ende Mai von der Stiftung Aktive Bürgerschaft ausgezeichnet.

Die Stiftung, ein Kompetenzzentrum für Bürgerengagement der Genossenschaftlichen Finanzgruppe Volksbank Raiffeisenbanken, ehrte bei dem zweiten „Service-Learning“–Wettbewerb „sozialgenial - Schüler engagieren sich“ fünf von 600 teilnehmenden Schulen für ihre Arbeit. Unterstützt wird „sozialgenial“ vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen.

„Bereits vor vier Jahren gründeten wir eine sozialgenial-AG“, berichtet die Schulleiterin, Petra Schnitzler. Schüler der Mittel- und Oberstufe können sich dort freiwillig ehrenamtlich für Hilfsbedürftige engagieren. Sie selbst suchen zu Beginn eines Schuljahres aus, was für eine Aktion sie ins Leben rufen möchten. Im ersten Jahr betreuten die Schüler Patienten auf der Kinderstation des Bethlehem-Krankenhauses. Sie bastelten Raumdekoration, sammelten Rätsel und Ausmalbilder und spielten mit den kranken Kindern, um ihnen die schwere Zeit etwas leichter zu machen. Im darauffolgenden Jahr unterstütze die Arbeitsgemeinschaft die Stolberger Flüchtlingshilfe.

Unter dem Motto „Wir helfen tragen“ nähten sie kleine Rucksäcke, in denen die Geflüchteten ihren Besitz verstauen konnten. Schlüsselbänder wurden im nächsten Kurs gebastelt und im Anschluss auf dem Markt in Stolberg verkauft. Der Erlös ging ebenfalls an die Flüchtlingshilfe. Momentan steht das Thema Müllvermeidung im Fokus. Um die Umwelt zu schonen, recyceln die Kinder alte T-Shirts und verwandeln sie in Stofftüten. Diese sollen an Geschäfte verteilt werden, die die Beutel als Ersatz für Plastiktüten anbieten.

„Die Schüler erleben sich häufig in der Situation, Unterstützung zu brauchen. Bei dem Wettbewerb gibt es einen Rollenwechsel. Sie sind dann diejenigen, die anderen helfen“, unterstreicht Schnitzler. Die Arbeitsgemeinschaft trifft sich ein Mal in der Woche. Das Wissen, das sie zur Umsetzung ihrer Ideen brauchen, wird unterrichtsübergreifend vermittelt: Unter anderem wird im Fach Sachkunde über Müllvermeidung gesprochen; und im Deutschunterricht lernen die Schüler, wie sie Briefe an Firmen schreiben und dort um Materialspenden bitten. „Anderen Menschen zu helfen, stärkt das Selbstvertrauen und Verantwortungsbewusstsein“, ist sich die Schulleiterin sicher.

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